PER
aij9
Antiqu.Rom.c.I.p.tß. VofT Ety-mol. in Tundo.
PERVIGILI VM war eine Artdes Gottesdiensts, der die gantzc Nachthindurch währete, dergleichen sonderlichdem Apollini , bet Cereri, ter Veneriund der Fortun» jährlich abgestattetwurde a). Zu manchen durfte keinManns-Volck kommen b), wobey esaber dessen ungcacht dennoch eben nichtallemahl allzu erbar zugieng, zumahljunge Pursche sich in Weibs-Kleidernauch darbey mit einschlichen c). Eineandere Art der Peruigiliorum war es,wenn man eine gantze Nacht in Saßund Fraß hinbrachte d).
a) Suet. Galb. c. 4.
b) Tac. Annal. lib.XV. c.44.
c) Kipping. Ant. Rom. lib.I. c.j\ §.2.
<]) Tac. Hiß. lib.ll. c. CS. Suet. Vi-te ll. c. /o.- Calig. c. 54.
P E S war eins der gemeinsten Lan-gen «Masse bey den Alten, welches sie,wie andere mehr, von den Menschen,und zwar dieses sonderlich von dem Fus-se, abgenommen, als welches den 6 Theilvon der gantzen Lange eines Menschenausmacht a). Es begriff aber derselbedarbey wieder 4 Palmos oder Qöer»Hände, 12 Pollices obet %oüe, und 16Digitos oder Qver-Finger; hingegenmachte er 1 und 1 halb mahl genommeneinen Cubitum aus, 5 mahl einen Pas-sum, 10 mahl eine Decempedam , 625mahl ein Stadium, und 5000 mahl einMiliiare Romanum b). Hierbei) aberbetrachtete man ihn bey den Römernauch als einen Ajsem, und wie man die-sen theilet-, also theilete man auch ihnin i2 Theile, so eben die Pollices waren,gab aber diesen sodann auch die Nah-men, welche die Theile des Assis hak-ten. Massn denn daher Vncia so vielhieß, als 1 Pollex oder der 12 Theil desFusses; Sextans 2 Pollices oder der 6Theil; Quadrans so viel als 3 Pollicesoder der 4 Theil; Triens so viel als 4Pollices, oder der gte Theil; Ouivcunxso viel als 5 Pollices oder 4 Zwölftel;Sexcunx oder Semiffis so viel, als 6 Pol-lices oder der halbe Theil; Septunx soviel als 7 Pollices oder 7 Zwölftel; Besso viel als 8 Pollices over a Drittel;
? E 8
2140
Dodrans so viel als 9 Pollkes oder 3Viertel; Dextans so viel als IO Polli-ces, oder 5 Sechstel; Deunx so viel alsn Pollices oder 11 Zwölftel und As so«denn 12 Pollices oder der gange Fuß c).Indessen aber, nachdem die Menschen i„der Wels nicht gleich gcwest sind. ist esgekommen, daß auch die Füsse nichtdurchgehends von einerley Grosse sind,wie die Folge gicbet.
a) Victruv. tib, 111 . c.r.
b) Beuerin. de Mensur. & Ponder.
• P. 11 . p. m. 8p fe<M-
c) Id. I. c, pag. pi. ps.
Pes Alexandrinus war, wie er »u 5 JIe<xandria in Egypten im Gebrauch war.Er enthielt i Römischen Fuß 2 \ Zoll.
Beuerin. I. c. p. p;.
Pes Antiochenus war, Wie er Üblichwar zu Antiochia in Syrien, und ent-hielt solcher i Römischen Fuß 4 M Zoll.
Beuerin. /. c.
Pes Babylonicus enthielt I RömischenFuß I i Zoll.
Beuerin. I. c.
Pes Byzantinus War gleich dem PediAlexandrino.
Beuerin. /. c.
Pes Gracus war entweder cOmmimis,oder Herculeus , der Pes communis wardem Römischen gleich; Hercnkus aber,der auch Pes Magnus, item Pes Olym-picus hieß, war | Zoll grösser.
't 0 '
JETALI
-ii. i»*
iw-.WÜÜ ÄS1 1:.iia.2 Ich«
»MjKtttl»Kitt CMC
Sl ät t,aSifras
a«
»tMl
stufest
Beuerin. l.c.
Pes Hebraicus enthielt i RömischenFuß zzZoll-
Beuerin. I. c,
Pes Romanus war, wie man ihn zuAugusti bis auf Velpaliani Zeiten zuRom brauchete, davon noch ein authen*tiqueö Maaß auf 2 kupfernen CongUrzu Rom in dem Earnestschen Palast« zusehen, nach dem Villalpandus, Riccio-lus, Lucas Pactus, Alcarar und üllftwelche dißfalls was richtiges angebe»wollen, sich gerichtet haben a). Es istaber solcher Römischer Fuß einerley mitjetzigem Höllischen, und verhalt sich ge-gen andere also, daß wenn er in 1320Theilgen getheilet wird, so enthalt ebensolcher Theilgen der Königliche Parisische
1440;
■tovs
:; *W
Ijln
®|{|jrt
Ja
*tiw
S,
s