g) Zolim. lib. I. c. $7. Schurtzfl.
Autiqu. Eccles. Controv. III. §. 4.
h) Cic.^Plutarch, ap. Schurtzfl. l.c.
ORARI VM war ein Theil derPriester-Kleidung, das sonjk auch Stolahieß, und allein von Bischöfen Priesternund Diaconis, nicht aber von den Hy-podiaconis, Lesern oder Sängern ge-tragen werden durfte; jedoch da es aucheinem abgenommen wurde, so viel be-deutete, als daß er seines Amts entsetzetseyn soltea). Indessen aber hieß es auchso viel, als ein Schnupf. Tuch, derglei-chen die Diaconi auf dem lincken Armetrugen, damit sie den rechten zu ihrenVerrichtungen frey hatten b). Es waraber doch solches nicht viereckicht, son-dem etwas langlicht, wie eine kurtzeQvcle c), und wurde auch von andernPersonen gebraucht, sonderlich durchSchwenckimg derselben bey den Schau-Spielen zu verstehen gegeben, daß mandamit wohl zufrieden sey, als wozu derKayser Aurelianus dergleichen selbst demVolckc verehreke 6). Daher auch Paul-lus von Samosata dergleichen Bezeu-gung auch von seinen Zuhörern bey denPredigten verlangete'e). Und hat alsodiese Art der Tüchtigen den Nahmennach einigen von Os, oris, der iTCtmö,weil es eigentlich zu dessen Mischunggehörete; nach andern aber von Ora,ora, weil es unter andern auch vornehm-lich eine Borte bedeutet haben soll, wieauf dem Rand der Kleider zu deren Zie-rath gesctzet worden f).
a) Schurtzfl. Antiqu. Eecles. Controv.XI■ §• es. 16.17. Fresn. Gloß'.Lat.b.t.
b) Fresn. /. c.
c) Augustin. de C.D. lib.XXll. e.8.Euagr. H. E. lib. Illl. c. 7. Casaub.ad Vopisc. Aurelian. 48.
d) Vopisc. I. c.
c) Euseb. H.E. lib. VII. c.30.
f) Salmas. ad Vopisc. I. c.
ORBONA war eine Göttin derRömer,.welche machen solte, daß El-tern nicht ihrer Kinder beraubet würden.
klin. H.N. üb. II. c.7. Gyrald. Synt.Deor. I. p. //. s, Lex. Mythol. inOrbona.
ORCA war ein irdenes Geschirr mit2 Henckcln, worein man eingesaltztneEß - Waaren legte a). So war es auchein Gefäß, worinne man die Feigen ver-wahrste b); ingleichen Wein einlegetec); und war es zwar grösser, als eineAmphora, obwohl nicht bekannt, UNI wieviel d). Jedoch aber auch ein Gefäß,worein man beym Würfel - Spielen dieWürfel that, sie darinne umschüttelte,und sodann heraus schmiß, um sie aufsolche Art nicht kneipen oder knüpfen zukönnen e),
a) Pers Sät. III. v. 76. & ad eim Ca-saub. l.c.
b) Plin. //. N. lib. XV. c.19. Festusin Orca.
c) Varr. de R. R. lib.I. c. jj.
d) Lips Epiß. Mifiell. f/.
e) Pomp ap. Frischn, lib. III. VofT.Etymo/, in Orca; Beroald. epudSenftleb. dc Aka Vct. c.Xl. §.24,
ORCHESTRA war ein Theil deralten Theatrorum, wo insonderheit dieTantzcr sich sehen liessen, oder auch an-dere mit einander disputirelen, die Tra-goedi und Comoedi um bie Wette san-gen , a.ndere aber ihre Eauckeley oderOeflu? darbey machten»). Nach an-dern war sie den Choris gewidmet, wiedie Scena den Actoribus oder Spielernb), und sonst zu Rom zugleich der Ort,wo die Raths - Herren fassen, und, weildas Pulpitum nur 5 Fuß höher war,kunle man von da die Spieler am bestenagircn sehen c). Es durfte also vondem andern Volcke dahin niemand kom-men d). Den Nahmen hat sie von -x-ick rantze, und waren bey denGriechen darauf Linien gezogen, nachwelchen der Chorus treten mnste e).
Ist dest Auditoriis der Schulen warOrcbeßra auch ein etwas erhöheterOrt,wo der stund, der eine Oratio» hielt,oder ein Gedicht ablas, allein auch Stuh-le für die gesetzt waren, so was vorneh-mer, als die andern Zuhörer waren k).
a) Ifidor. lib. XVIII. c. 44 -
b) Victruv. lib. V. c. 7. Pollux lib. IIII-
c - 19. ,
c) Id. ibid. c. 7. Iuuenal. Sät. U‘>v. 178.
d) Sueton.
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