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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2051-2052
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n) Schmid. /. c. p. ,o. b.

o) Pausen. I. c. cap. g.

p) Lambert. Bos Antiqu. Gr. P. I.c. 22. §. 7.

q ) Pausen. EI. prior, c. 6. & Lacon,cap. 8.

r) Bos l.c. §.jo.

s) Lucian. in Hermotimo; Alex. abAlex. lib. V.c.8. & Bos l.c. §.//.

t) Id. ibid. §. /7.

u) Aelian. V. H. lib. XllII. c. /8.

OLYMPI ADES waren Zeiten

von 4 vollen Jahren, welche sich mitdem Nouilunio, so dem Solstitio sestiuoam nächsten war, anfiengen, und Olym-piade* complet<e hiessen, wenn gleich 4Jahre voll waren; incompleta aber,wenn es erst das erste, andere, dritte odervicrdte bis auf den Lag vor besagtemNeumonden war, welche Jahre dennAnni currentes hiessen. Sie dienen zurJahr-Rechnung der Griechen, und fan-gen sich an mit dem Anno Periodi Iu-lianae 3938/ und mithin 775^ Jahr vorChristi Gebührt, und Anno 3174 Jahrnach Erschaffung der Welt, den 23 Iu-lii, seria tertia, oder an einem Diensta-ge a). Sind denn nun die Dinge beyden Autotibus nach den Olympiadi-bus und deren Jahreü angemercket, sohat, man zu sehen, ob eine Sache vor,oder nach dem Solstitio sestiuo gesche-hen. Ist es vor dem Solstitio gesche-hen, so ziehet man eins von den Jahrender benannten Olyrnpiadum ab, denRest multipliciret man mit 4, setzet denAnnum currentem zu dem Facto , zudem Aggregato aber 3*74/ f° kommetdas Jahr nach Erschaffung der Welt,ist solches nicht über 3950, so ziehet manes von 3950 ab, so giebt der Rest dasJahr vor Christi Gebührt; ist aber ge-kommenes Jahr über 395:0, so ziehetman diese von ihm ab, so giebt der Restdas Jahr nach Christi Gebührt, also istz. E. Annus currens 3 der 74 Olym-piadis in unserm Aprili des 48' vorChristi Gebührt, und Annus I Olym-piadis 587 auch im Aprili des 1570»ach Christi Gebührt. Ist aber einDing nach besagtem Solstitio geschehen,so ziehet man auch i von den Olympia-dibus ab i den Rest multipliciret man

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mit 4. Zu dem Facto setzet man bettAnnum currentem , nachdem | Jahrdavon abgezogen worden, wie auch3173Z, so bekommt man den AnnumMundi. Ist solcher nicht über 3950so ziehet man ihn von diesem ab, sobleibt das Jahr vor Christi Gebührt;ist es aber über 3950, so ziehet man die.se davon ab, so giebt der Rest das Jahrnach Christi Gebührt. Also ist z. (£. An.nus x Olymp. 94 im September das3546 Jahr nach Erschaffung der Welt,und das 404 vor Christi Gebührt; hin.gegen Annus 2 Olymp. 587 im OQo-bri das 5519 nach Erschaffung der Weltund das 1570 nach Christi Gebührt.Indessen aber heissn manche auch eineOlympiadem die Zeit von einem Schalk-Jahre zu dem andern b); oder rechneneine Olympiadem auch auf 5 volle Jahrc); so aber beydes unrecht ist, und letz.teres endlich noch wohl einem Poeten,aber keinem Historico zu gute gehaltenwerden kan.

a) Schmid. Proleg. ad Find. Olymp,p.

b) Socrat. Hist. Eccl. lib.I. c.2.

c) Id. /. c. ibid. lib. VII. c. 48.

OMOPHAGIA, Gr. siutfayln,

war ein Fest des Bacchi, an welchemdessen Priester sich stelleten, als wennsie, besonders von dem Gott getriebenwürden, sich Schlangen um die Köpfebanden, und insonderheit rohes Fleischfrästen, womit sie sich bey andern alber-nenLeuten einAnsehe.t zu machen suchten.

Meurs. Castellan. ap. Schcetgen.in Omophagia.

OMOPHORIV M, Gr. rr»- 4 «e"'>war ein Stück der ehemahligen Frauen-zimmer-Kleidung, welches Haupt undSchultern zugleich bedeckte, und mithineiner grossen Trauer-Kappe nicht un-gleich seyn mochte. Sonst hieß aucheine lange Binde also, welche die Bi-schöfe und Ertz-Bischöfe um den Halstrugen,und anbey sowohl von vorn, alsauch sonderlich über die Schultern hin-unter hangen liessen.

Freist. Gloff. Gr. in Qfutplgit*.

ONAGER heißt eigentlich, ein

Wald-Esel, welches ein sehr schönes

Thier