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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1983-1984
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1984

ryS; N 0 M

Nahmen haben können, hat man derenendlich einer Person mehre und bey man«chen Nationen, sonderlich aber den.mern, bis 4 gegeben, davon einer Pro-nomen » der andere Nomen , der dritteCognomen , und der vierdtr Agnomenhieß b).

a) Cic. de btuent. lib. I. c. 24.

b) Panuin. de Nom. Rom. ap. Pitisc.

««Nomen.

DieJüven gaben ihren Kindern nureinen Nahmen, alsLain, Abel, Sech,und das alsofort nach der Gebührt a).Wein, nachdem die Beschneidung ein-gesetzet war, erst bey dieser, und also 8Tage nach der Gebührt b), wobey siegern bey den Nahmen ihrer Verwandtenund Vorfahren blieben c). Damit manaber doch ihrer zweene, oder mehr, dieeinen Nahmen hatten, von einander un-terscheiden kunte, setzten sie auch denNahmen ihres Vaters zu ihren Nahmenmit dem Ebräischen ben, oder Syrischen5 «,-, welches soviel als ein Sohn heißt,auf diese Art: Simon ben Iona , oderSimon bar lona ; Moses ben Mainton,Menaste ben Israel u. s. f. 6), wogegenes in der Teutschen Bibel heißt Saul,ein Sohn Ris e) ; Abner, der SohnNer ; Joab, der Sohn Jeru/a t) u.s. f. Indessen aber war auch garwas gemeines die Nahmen zu ändern,sonderlich wenn einer gefährlich kranckwar g), woraus viele Verwirrung inihren Geschichten entstanden sind h).Jedoch bedieneten sie sich zu einer Zeitdennoch nur eines Nahmens, und daz. E- Paulus der Apostel sich einmahlPaulus genannt, nennete er sich nichtmehr Saul, wie er erst hieß, und Abrasham hieß sich Abraham, niemahls abermehr Abram i). Anbey sollen sie ebennicht alle Accurateste bey Formirungihrer Nahmen gebraucht, sondern oftdie Analogie hintenan gesetzt haben k)jso machten sie sich auch nicht viel dar.aus, unter den Heyden auch heydnischeNahmen anzunehmen, als Trypho, Phi-lo, Nicodemus, Iuftus, Rufus u. s. f. I).So nennelen sie sich auch wohl andersunter ihrerNarion, anders bey andern,zumahl nach der Babylonischen Gefäng-niß m).

N O M

a) Gen.////, /. 2.2 ;.

b) Luc. II, 2/.

c) Luc. 1,6/. Goodwin. Most dy Aarlib. VI. c. /.($. /0.

d) Fabric. Bibliograph, antiquor cXX. S). JS.

e) 1 Sam. X, 2t.

f ) 1 Sam. II, /2. /3,

g) Iken. Antiqu. Hehr. P.I 1 I. c.n . 5 .,4.

h) Fabric. /. c.

i) Id. ibid.

k) R. Dav. Kimchi Salomok bestMelech ap. eumd. I. c.

l ) Talmud. Hierosol. ap. eumd.l.t.

m) Braun. Seledl. Sacr. laudante eoi.I. c.

Die Grieckeu hatten eigentlich auchnur einen Nahmen, als Homerus, He-rodotus, Aristoteles, jedoch setzeten sieingemein ihres Vaters Nahmen im 6e-nitiuo darzu, sich damit auch von andemgleiches Nahmens zu unterscheiden, z. E.Thucydides Olori se. filius , wiewohl sei»cberGenitiuus auch wohl den Sohn be-deutet, j. E Clinias Alcibiadis se. Parer,Olympias Alexandri , se. Mater ; odereinen guten Freund, z. ^.Eustbius Pam-phili , se. Amicus } oder den gehabtenPraeceptor , als Parthenius Dionysi , se.Discipulus u. s. f. a). Wogegen die La-teinischen Auctores oft auch aus des Va-ters Nahmen gleichsam einen Zunahmendes Sohns gemacht, und da es eigent-lich heissen soll Herodes Attici , se. filius,Appion Plistonica se. filius, sagen siedafür Herodes Atticus, Appion Pli-stonices &c. b). Sonst nennten sieihre Söhne gern, wie ihre Vater gehest-sen, daß also Enckel und Groß.Vatereinerley Nahmen hatten. Alse da Ari-stidis Vater Lyjimachus geheißen, hießdessen Sohn auch wieder Lysimachus e).Und zwar gaben sie ihren Kindern dieNahmen an deren die lufirico, welchesder 7 nach der Gebührt war d), nachandern aber der rote e), wobey zugleichein Opfer abgestattet, allein auch einsolenner Schmaus den nächsten Anver-wandlen und besonders guten Freundengegeben wurde, als in deren Beyseyndenn das Kind auch den Nahmen be-kam f). Jedoch sind auch, welche vor-geben, daß solches an den Amphidro*

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