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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1939-1940
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1939 M V S

che BLbliothec daselbst aufgerichtet d).Es unterhielten es auch die nachfolgen«den Könige, wie nicht weniger selbst dieRömischen Kapser e), und that sonder,lich Claudius noch einen Theil darzu,so von ihm Museum Claudium genanntwurde f). Der Vorsteher darinnewar allemahl ein Priester g), und sollendergleichen, ob wohl vermuthlich nichtvon solcher reichen Verfassung auchzu Athen, Troezen, auf dem BergeHelicon und anderweiks mehr gewesenseyn h).

a) Neocor. de Mus. Alex. ap. Pitisc.in Museum.

b) Philostrat. Vit. Sopbifl. ap. eumd.l.c.

c) Plutarch. adv. Colot.

d) Athen. üb. V.

e) Strab. üb. XVII.

i) Sueton. Claud. c.42.

g) Strabo l. c.

h) Rcchenb. Dijs. de Museo Alexan-drino ap. Schcetgen. b.t.

MVSäCA, ötc mäste, ist bereitsvor der Snndfluth von dem Iubalerfunden worden a), aus dem daher dieHerden ihren Apollinem sollen gemachthaben b ), und wurde mithin von denJüden iederzeit fleißig ausgeübet, auchsowohl im gemeinen Leben c) , vonManns'Und Weibes-Volcke getrieben d);als sonderlich auch beym Gottesdiensteselbst auf Gottes Befehl mit gebrauchte), Und. zwar hatten hieselbst damit zuthun die Priester und Leviten. Jenebliesen bald auf Hörnern von Wid-dern oder Stein > Böcken , bald aufTrommeten oder Trompeten von Ertzte,bald aber auf beyden zusamme f).Die Leviten , deren David 4000 ausden Kindern Asaph , Heman und Ie-duthun aussonderte, und auch in 24Ordnungen eiutheilete, sungen theils,theils spielcten auf Instrumenten g).Die Instrumente waren sonderlich dasCymbalum, das Nablium und die Cyn-nyra oder Cythara, bm» wenigstens 9auf einmahl gebraucht wurden h), je-doch brauchten sie auch dann und wannPfeiffen: allein niemahls weniger als 2uns auch nicht mehr als 12, und, dasauch nicht mehr, als 12 mahl im Jahre

!). Sie stunden Hiebey entweder aufihrer besondern Bühne, oder auch aufden i; Stuffen, über die man in den in.ncrn Vorhof stieg k). Ihre Häupterwaren anfangs crwehnter Asaph, He-man uitb Icduthun ; hernach aber hallejede Ephemeris oder Ordnung ihren be.sondern Directorem 1). Hicrbcy aberkuntcn auch andere vornehme Juden zurJnstrumental-Music mit zugelassen wer.den, allein gantz nicht zur Vocal-Music,noch weniger aber Frauen -Volck , obman es schon aus Neb. VII, 67 schließenwill m).

Im gemeine» Leben war sie sonder,lich bey Hochzeiten n), und bey Leichen 0)gebräuchlich. Als was besonderes aber istes anzusehen, daß durch dergleichen auch«in Prophet zum Weissagen erweckt wer-den kunce p).

a) Gen. IIII, 21.

b) Volk Tbeol. Gentil. lib.l. c.16.

c) ibam .XVI,j6.

d) Exod. XV, 2 0. lud. XI, 34. Ikcn.Antiqu. Hehr. P. III. c. 8. §. 14.

e) PC. XXX, 2.3. CU3.4.

f) Iksn. l.c. §.7. Vid. etiam Cornu;item Tuba.

g) Ikcn. l.c. §.8.

h) 2 Chron. V, 12. XXVIIII,2j.

i) lken. I. c. Reland. Antiqu. Vet.Hebr. P.llII.c.s. §.24.

k) lken. l.c. §. jo.

l) 1 Chron. XV, /7.19. XVI, 41. 42.XXV,2.siqq.

m) lken. l.c. §. 13.

n) Goodwin. Mas & Aar. lib.IIII.c- 4 §-' 3 -

0) Id. ibid. cap. {. §. /f. Sc ad eumHottinger l.c.

p) Isidor .lib.II.c. /f.

Ley de» Grieche» stund sie in garguter Hochachtung. Daher sie, nachder Meynung der Weltweisen, auch alleKnaben lerne» solten a). Für ihren Er-finder hielten solche den Pythagoram b) iallein Orpheus, Zethus, Amphion, Li-nus und andere sind schon lange vorherin der bdulic berühmt, und doch auchnoch nicht die ersten Erfinder gewesen,ob man wohl zugestehen kan, daß sieeins und das andere zu dero Verbisse-rung mögen erfunden haben c). Sieunterschieden

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