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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1801-1802
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te hatte und dieDarzwischen-Wei'tenet-was auswerts gebogen waren, also,daß das gantze Meer eine aufgeblüheteBlume einer Lilie vorstellete b). Vonden 12 Rindern darunter sahen 9 gegenMorgen, 9 gegen Mittag, 9 gegen Abend,und 9 gegen Mitternacht >), iedoch willman, daß auch noch eine Stütze vonMarmor i Cubitum dick mit daruntergestanden k). Der Nutze oder Gebrauchdieses Meers war, daß die Priester ihreHände und Füsse daraus waschen kun.ten, nicht ober, wie man doch auch mei»net stch darinne badeten I), und glau-bet man, daß das Wasser aus demBrunnen Etham durch die holen Deineder Rinder in das Meer hinein, unddurch deren Mäuler wieder heraus ge-lauffen se» m). Sonstheist es ein MeerfeinerGrösse halber, möchte sonst aber eherein chrinner Bottich haben heissen tön-neu ; die Rinder oder Ochsen darunterwaren auch von Ertzte, und vermuthlichso groß, als rechte Ochsen. Am Ge-Wichte soll solches Meer 8640 Centnergewogen haben n), welches Kunst ge.brauchet haben muß, dergleichen Lastvom Jordane bis auf den Berg Mona,oder in den Tempel hinauf zu bringen.Und wie denn das Wasser Tag und Nachtzu den Mäulern der 12 Ochsen, auf de-nen es gestanden, oder auch zu den Och-sen-Köpfen, die ringsum, an die 64 ander Zahl daran zu sehen waren, ausgelauf.fen, und mithin eine schöne kontainogegeben haben muß ; also will man,daß es sich unten herum in ein vier-eckichtes Behältniß gesammlet, und so.denn durch verborgene Gänge entwederin den Teich Bethesda, als der eben daherentstanden seyn soll o); oder doch mitsamt dem Blute von den Opfern in denDach Kidron gegangen sey p). Im-mittest so sonderbar dieses Wcrck war,zerbrachen es dieChaldäer dennoch auchbey Eroberung der Stadt Jerusalem mit,und führeten das Ertzt davon nach Ba.bylon q), daher sich denn auch derglei-chen im andern Tempel nicht wiederbefand r).

») r t Irren. IIII, 4.

1 ») I. c. v. f.

ch 'Reg. VII, 26.

d) Iken. Antiqu. Hebr. P. I. cap. 8.§- ü-

e) Wideburg Math. Bibl. Spe-cim. IIII. Ojt. u. p iS-

f) Reland. Antiqu Vit. Hebr. P.I.c. 6. §. 7. (y Hottinger. ad Good-wir», lib.ll. c.i. h. //.

g) r Chron. IIII, 2.

h) 1 Reg. VII, 26.

i) I.c. v. 23.

k) Iken. I.c. §.$2.

l ) Wolf. ad Lund. lud. Heiligth.lib. II. c. 14. n. 22.

m) K. Iuda Leo de Templo libr.IIlc. 8. §. 23. ap. Lund. /. c.

n) Villaipand. ap. emnd. 1 . c.

o) Wagenseil ap. Lund. /. c. n. 27.

p) Lund ipfe I.c.

q) 2 Reg. XXV, 13. lerem. LII, 27.

r) Iken. I. c. §.33.

MARGARITAE, perle», sindVon den Edclgesteinen zu unterscheidena), und wurden sowohl sonst zur Pracht,als auch sonderlich zu Ohren-Gchenckengebraucht b); anbey aber sonderlichdenen zum Geschencke mit gegeben, wel-che im Wagen-Rennen zu Rom denPreis erhalten hatten, als deren sie gantzeLinea; oder Schnuren bekamen c).Daher sich denn auch die Margaritariiin dem Circo mit befanden, die derglci-chen zu verkauffen hatten, wenn jemanddamit den Obsiegern die Verehrungmachen wolle d).

a) Vlpian. I. iq. ff. §. 6. de aur. &arg. mund. leg.

b) Curt lib. VIIII. c. r.

c) Martini, lib. VIII. Epigr. 78. v. 7.

d) Argol. in Panuin. apud Pitisc. inMargarita.

MARIANA monumenta waren einer-ley mit binTropaisMarianis, so ehemahlsin der V. Region der Stadt stunden a),anietzo aber noch auf dem Capitolio zusehen seyn sollen b).

a) Nardin. lib. IIII. c.i.

b) Vid. Tropaeum.

MARITVS, ein Ehemann, war

bey den Jüden seiner Frau zehnerleizu leisten schuldig, dreierlei, so Gottselbst geboten, als Unterhalt, Kleidungund schuldige Liebe a), siebenerlei aber,so die Schriftgelehrten darzu gethan,Lll z so