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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1755-1756
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115S MAG

a) Athenaeus lib. IIII. & Xllll. ap.Pitisc. in Magadis.

b) Hesych. ap. eumd. I. c.

MAGISTER heist zwar auch bey

den Alten schon einen Lehrer der Künsteund Wissenschaften a); mehr aber dochden Obersten unter einer Art Leute, oderauch Vorsteher einer Sache b). Er hatden alsoNahmen von magis, theils weil ermehr Sorge oder Fleiss als andere, aufdie Dinge, welchen er vorgesetzet ist,wenden muß c ); theils weil er auch mehrvermag, oder mehr Gewalt in etwas hat,als andere haben ä). s. die nachfolgen-den Artickel.

a) Festus in Magister.

b) Paull. /. cm ff. de V. S.

c) Id. ibid.

d) Festus l. c.

Magister admiffionum war der ober-ste Cenmonien-Meister,der über die an-dern Admijstonaks gesetzt war, beyder,seits aber bestellet waren, die Leute,nach ihrem Unterschiede, vor die Kayserzu lassen.

Fresii. Gloffi. Lat. in Magister Admis-sionum. s. Admiffionales.

Magister armorum war ein Bedienterdes Magistri militum, und einerley mirdem Numerario, weil er die Rolle derSoldaten bey einer Armee haben mustes). Jedoch aber ist er auch manchmahlso viel als der Magister militum oderGeneral selbst b).

a) Ammian. lib. XV.

b) Vales ad Ammian. ap. Fresn. inMagister armorum.

Magister augustalis war der Borste-her des Collegii der Augustalium, de-ren zu Rom 25 , in andern Städten in-gemein aber nur 6 , und bestelletwaren, dem Augusto, nachdem er unterdie Götter gesetzct war, seinen Dienst zuerweisen, daher sie denn auch eine Artder Priester waren. s. Augustales.

Magister Aula imperialis war sovielalS ein Kayferlicher Hofmeister, mithineinerley mir dem Magistro Officiorum,und halte daher das Regiment über dirandern Hof-Bedienten.

Fresi,. Gloffi hat. in Magister Aul*imperialis,

Magister bibendi war bey Gelächelt

MAG 1756

der Römer einer, der durchs Loos ausge-macht war, und sodenn anordnete, wieviel einer trincken solte, die Gesundheitenausbrachte, und was der Possen mehrwaren.

Cic. de Senefi. c. /4. Lamprid. Heliog.cap. /Q.

Magister bonorum vendendorum warbey einem Concurse der Credirorum der-jenige, der aufdes Praetoris Verwilligungaus ihnen ausgemacht wurde, die Ver-auctionirung des Vermögens eines aus-geklagten Debitoris zu veranstalten undzu dirigiren.

Sigon. de ludie, lib. 1 . c. 19,

Magister Cantorum hieß der obersteCantor oder Director der Music in denGathedral-Kirchen, sonderlich zu May-land.

Fresn. Gloffi. Lau in Magister Can-torum.

Magister Catechumenorum war derVorgesetzte und Lehrer derer, welche sichzum Christenthum begeben hatten, undmithin annoch in demselben unterwie-sen, auch täglich ex-rniniret wurden,ob es ihnen auch mit ihrem Vor-geben ein rechter Ernst seyn möchte.Es hiessen dieselben Catechumeni, weilsie per catecbefin unterwiesen wurden,iedoch auch Audientes oder Auditores,weil man sich mit ihnen in keine Streit-Fragen einließ, sondern sie nur zuhörenmusten, was ihnen gesagt wurde, woge-gen ihr Lehrer auch wohl nur Catecbeta,allein doch auch Doctor audientium hieß.

Walch. ad Campend. Antiqu. Ecclestlib. I. c.$. p- 89 >

Magister Census war ein Officiantdes Praefecti Vrbis, bey dem sonderlichdie Testamente geöffnet, publici« undregislrirt wurden, und zwar umsonst,wenn die Erbschaft nicht über ivo Au-reos war a), Also musten ihm die Do-nationes, so über 500 Aureos betroffen,eingehändiget werden b). Jngleichenwurde bey ihm das Geld niedergeleget,welches die Bürgermeister und Praetoreszu den Schau-Spielen gaben c). Nichtweniger musten die, welche Studirenshalber nach Rom kamen, ihm ihre Te.stimonia von bett Praelidibus ihrer Land-schaften vorzeigen, anbey sagen, was