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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1753-1754
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MAG

175; MAC

cbimi ius ein Esel hieß, welcher derglei-chcn Mühle zog c). Allein Macbitiatheatralis war, wodurch entweder dasTheatrum in einem Augenblick veran-dert werden kunte; oder Personen alsvom Himmel herab kamen i oder da hin-auf fabren; oder mit samt einem Theiledes Theatri verschwanden, und wasdergleichen mehr waren, die auch heutzu Tage »och auf ihre Art üblich sind,und Unwissenden oft unbegreiffiich undallerdings wunderbar vorkommen 6).

a) ,Q. Cic. de petit. Consul, c. 2.

b) Vlpian. I. 10. ff. de inßruB. velinjlrutn. leg.

c) Alphen, /. 60. ff. de legat. III.

d) Scalig. Poetle, lib. I. c. 2/.

MACTATIO, vas Schlackten

der Thiere geschahe ehedem, wie nochitzo, beydenJüden mit grosser Sorg-fält, als dergleichen erst niemand, alsein Jude thun durfte; hernach musteauch dieser ein Zeugniß von einem Rabbihaben, daß er sein Handwerck auch> recht verstehe. Man band darauf demVrehe alle 4 Füsse und schnitte ihm miteinem Messer, das keine Spitze hatte,allein desto schärfer war, die Kehle miteinem eintzjgen Schnitte enkzwey, wor-auf alles, sonderlich die dünge, genauuntersucht, und die grossen Blut - undPuls. Adern heraus genommen, dasBlut aber mit grossem Fleiß in einenHaussen Asche aufgefangen, und selbi-I gen Tag noch mit Erde verdeckt a), auchalles Fett weggethan wurde, als der-gleichen die Juden so wenig, als dasBlut, essen durften b). Fische aber moch-ten gerissen werden, von wem sie wol-ten, und durften anbey auch mit samtihrem Blute gegessen werden; wogegenaber sie bis itzo noch keine Hinter-Vier«tel von einem Thiere essen, wegen derbeym Jacob in der Hüfte verrenckctenSpann-Ader c); sondern, da sie hier1 solche Spann - Ader nicht heraus zunehmen wissen, verkauffen sie besagteStücke den Christen ä). Vom Schlach-ten der Opfer siehe Sacristcium, itemVictima.

a) Lcv. XVII, , 3 .

b) Ibid. III, ly,

c) Gen. XXXII, ja.

'754

d) Iken. Anfielt. Ihbr. P. ///. c. 6.

§. n- J 4 -

Mjecia Tribus, s. Tribus.

MAEMACTERION, Gr. m«.war der 5 Monat der Athe-nienser, welcher den Nahmen von demloue ttM/Axxlybat , dem in solchem Mo-nate von den Atheniensem geopfert wur-de , wie solcher von ncuuxrm,

impetu feror, hat, weil er machen soll, daßnunmehr die Luft anfangt stürmisch zuwerden, und sich mithin der Winter ein-stellet a). Andere machen ihn sonst nurzum vierdten Monate, also, daß dererste ist der von 29 Tagen,

der andere der von 30 Ta-gen, der dritte der wieder von

29 Tagen, und sodenn derabermahls von 30 Tagen b), woher ernach diesen zum Theil unser September,nach jenen aber erst unser October ist,

a) Harpocrat. ^/Suid. ap. Marsham.Can. Cbrott. Secttl. XVIII. p. ö;f.

b) Wolf Eiern. Chrom], §. uy.

Maecenatis horti , s. Horti.

MAENADES waren Priesterinnen

beö Bacchi, welche den Nahmen vonUMvepai , ich rase, hatten, weil sie beyVerrichtung ihres Dienstes sich gantz ra-send bezeigeten. s. Lex. Mytbol. in Mse-nades.

MAFORTIV M, Maforium, Ma-vorte, Mauortium, war eine Decke undZierath des Frauen-Volcks aufdenKö-pfen, und zwar der Eheweiber a). Inden altern Zeiten hieß sie Ricinum da-hingegen trugen solches Mauortium mitder Zeit auch die Münche, und bedeck-ten damit Hals und Schultern, woheres einem kleinen und kurtzen Mantelmit um den Hals geschlagenem Kragennicht ungleich gewesen seyn mag c).

a) Isidor. lib. XVIIII. c. 2f.

b) Salmas in Vopisc .Aurelian. c. 45.

c) Caslian. lib. I. c. y. ap. Pitisc. ,»Mafortium, £T Frein. Gloff. Lauin Masors.

MAGADIS war eine Art einerPftiffe, die sehr klar und auch wiederziemlich grob klung a), sonst aberingemein zur Eithar mit gebrauchtwürde b).

a) Athe-