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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1731-1732
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b) Panciroll. apud Pitisc. in Lu-dus.

Ludus Gallicus befand sich in derII. Region dee Gtadt a), und wurdendarinne die Gladiatores aus Gallienexerciret b), wiewohl doch einige nochzweifeln wollen , ob es nicht auch eineSchule gewesen, wo man die Jugend inLitteris unterwiesen habe c).

a) Sex. Ruf. & P. Victor Reg. II. ap.Nardin. lib.IIl. c. 8.

b) Panciroll. apud Pitisc. in LudusGallicus.

C) Nardin. /. c. cap. y.

Ludus litterarius, f. Ludi litterarii.

Ludus magnus war ein Fechter-Hausin der III. Region der Stadt Rom a);das seinen Procuratorem und Medicumhatte b), und magnus hieß, weil es ver-muthlich die übrigen an Grösse übertrafc ) i indessen seiner eigentlichen Gegendnach doch unbekannt ist, weil anberegtedritte Region der Stadt ietzo meist un-bewohnt und nur mit Gärten und Wein-bergen angebauet ist d).

a) P. Victor iy Sex. Ruf. Reg. III.ap. Nardin. lib.IIl. c.8.

b) Inscript. vett. apud Panciroll. &Nardin. l.c. cap. ,o.

c) Panciroll. apud Pitisc. in Ludusmagnus.

d) Nardin. /. c.

Ludus matutinus befand sich in derII. Region der Stadt a), und wird zwarvon einigen auch für einen Aufenthaltder Gladiatorum gehalten, welche dar-inne früh exerciret worden b); wogegenrs andere lieber für eine Fecht-Schuleder Römischen jungen Leute ansehenwollen, worinne sie die zum Kriege dien-lichen Exercitia gelernet c), und mithinvielleicht daselbst Nur früh Lection be-kommen haben.

a) Sex. Ruf. A P. Victor Reg. II. ap.Nardin. lib. III. c. f.

b) Panciroll. apud Pitisc. in Ludusmatutinus.

c) Nardin. /. c. cap. y.

Ludus saltatorius war, was man ietzoeinen Tany-Loven nennet, und mithinein Ort oder Schule, wo man tantzenlernete, dergleichen es denn zu Rom auchgab, wo man die jungen Leute hinschick-

te, wenn sie der Knaben. Schule ent-wachsen waren, selbst auch die Jungferntantzen lerneten, und sich wohl zu 500auf einmahl da befanden, wowider zwarernsthafte Leute eiferten, aber es dochnicht hintertreiben kirnten.

Macrob. Sät. lib.IIl. c. /4. Alex.abAlex. libr. II. cap. ad eumqueTiraquell. & Colerus /. c. steh,Saltatio.

Lulaf, s. Festum Tabernaculorum.

Lumina, s. Lucernae.

Luminum Festum, s. Festum Lumi.num.

L V N A wurde von vielen, als eineGöttin verehret, dabey aber bald Phahe,bald Diana, bald Hecate , von den Grir<chen "Afripis, von den abgöttischen Jil.de Mipblezetb u. s. f. genannt, s. Le.sie.Mytbol. in Luna, item Miphlezeth,

LVNVLA war eine Art einerSchnalle von Elfenbein, wie ein halberMond gekrümmt, womit die beyden Oerean den Schuhen der Patriciorum vornauf dem Fusse zusamme gefüget, und derSchuh damit am Fusse befestiget wurdea), eben wie wir mit unfern Schuhennoch thun, nur daß dieser ihre Oere ihreRieme haben, welche an den Römischenfehleten,und solche vielmehr waren, wiesie unsere Vorfahren trugen, und sie anstat der Lunula, oder Schnalle, mitBändern zubunden. Es war aber sol-che Lunula ein Zeichen, daß einer vondem Geschlecht der alten Patriciorumsey b), nachdem als selbige nicht sowohlden Mond vorstellete, wie man davondennoch allerhand Ursachen zu gebensucht c); als ein Zeichen der Zahl hun-dert war, und mithin bemerckte, daß manvon den ersten 100 Patriciis, oder Rats-herren abstamme, welche Romulus nochselbst erwehlet d).

a) ßalduin. de Calceo Antiquo cap>g.Rüben, de Calceo Senatorio c.4.

b) luuenal. Sät. VII. v. 191. Glojf.vet. ap. Pitisc. in Lunula.

c) Plutarch. Quast. Rom. n.yO.

d) Isidor. lib. XVIIII. c.34.

Lunula war auch ein Stück des weib-lichen Schmucks von Golde, so ver-muthlich mit an deren güldenen Kettenbieng a), dergleichen auch dir Jüdischen

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