LEO
1555
nachdem als deren wohl ros auf ein-mahl darzu abgewürget wurden h),brauchte sie aber auch, die Christen vonihnen zerreißen zu lassen, als daher esgar ein gemeines Urrel war: Ad leo-nes i)/
a) Plutarch. Sympof. lib. IIII. c. 4.
b) Min. Felix Arnob.tf/WPitisc.
in Leo.
c) Apollodor. lib. III. cap.g. Ouid.
Metam, lib. X. v. /0/. Hygin.
Fab. / 8 s.
d) Marsham.C an.Cbron.Secul.VIIII.
р. /63.
c) Plin. H. N. lib. VIII. c. 16.
f) Id. ibid.
g) Lamprid. Heliogab. c. 28.
h) Capitolin. Max.fä Balb. c. 11.
i) Tertull. dc Spetfac. c. 26.
LEONIDE A, Gr. a tnlS'et* , wa-ren ein Fest, welches die SpartanerWahrlich dem Leonidae mit Lob - Redenauf ihn und allerhand Kampf-Spielenfeyerten a), weil derselbe eine ungemei-ne Tapferkeit wider die Perser in denThermopylis erwies, und endlich auchmit allen dcn Scinigen, wegen allzusehrüberlegener Macht der Feinde, auf demPlatze blieb bj.
a) Meurs. ap. Schcetgen. in Mitlitt*.
b) Nep. Themiß.c.3. Iustin. lib. II.
с. //. Diod. .Sie. lib. 11 . c. 4-11.
LEONTICA, Gr. A»o»nx«, war
«ine von den geheimen Cerimonien derGriechen, worinne sie sich dem Mithra:weihen liessen, und, wie die Priester dar-bey Kofax .", oder Conti hiessen, die 5Kdn*ner Leones, und die Weiberalso haben einige geglaubct, daß sie dar-bey in dergleichen Thiere verwandeltworden; oder, da die iniriandi in einedüstere Hole geführet worden, wo sienichts, als dergleichen Thiere gesehen,welche ihnen durch allerhand Blendwcrckvorgestellet worden, haben sie geglaubet,daß die Menschen in selbige verwandeltworden. Und da man vielleicht gemacht,daß sie ihrer Sinnen auch nicht mächtiggeblieben, haben sie sich eingebildet, daßsie auch zu Löwen u.d.g. geworden, unddieses hieß denn t« a«»™*«
Leontica accipere a). Iu diesem
Affen - Spiele gehörcte verinukhlich auch,
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daß die, so geweihct werden sollen, dieHände mit Honig, an stak des Wassers,waschen musten, um dadurch anzuzej.gen, daß sie von allen traurigen undverdrießlichen Dingen frey wären b).
a) Casaub. <ts Salmas ad Lamprid.Commod. c. 9.
b) Meurs <Fs Fafold. ap. Schcetgen.in Leontica.
LEPORARIVM war ein Behält-niß, wo die Römer Haasen unterhiel-ten, um sie alsofort haben zu können,wenn sie derselben nöthig hatten. Her-nach aber hieß man alle Orte also, woman Thiere, es mochten seyn, was fürwelche es wolten, auf ungefehrer Be-dürfniß aufbehielt a), nach Art, wie mannoch itzo allerhand solche Gehege hat.
a) Varr. deR.R. lib.III.C.3.& /2.
LEPROSI, Aussätzige, warenunter den Unreinen bey den Juden dieallerunrcinsten, und mithin vor andernauch desto übler daran. Was aber derAussatz eigentlich gewesen, stehet nichtzu sagen, nur daß man doch rathen will,es sey eine gantz besondere Art von einerhcßlichen Krätze gewesen, die aber keinenatürliche, noch ansteckende, sondernausserordentliche und von GOtt einembesonders zugeschickte Kranckheit gewe-sen sey a). Mithin aber hat sie auchnicht von ungesunden Speisen entstehen,noch besonders von dem Schweine-Fleisch zu befürchten seyn können b),weil ihn daher doch Kleider und Häusernicht bekommen können. So ist solcheKranckheit auch den Jüden allein eigengewesen c), und hat hicrbey durch keineArtzney curiret werden können d). Esgehöret« daher dessen Untersuchung auchnicht für die Aertzte, sondern allein fürdie Priester, deren größten und beson-dersten Wissenschaften es eine mit war,den Aussatz recht zu kennen e). Esmuste aber ein mit dem Aussatz befalle-ner Mensch die Rath in den Seiten sei-ner Kleider aufrcissen; das Haar wach-sen lassen; den Kopf entblösscn; denobern Bart verbinden; in keine Stadt,Dorf oder Haus, noch zu einem Men-schen, ausser zu andern Aussätzigen kom-men, und, da ihm andere reine geutebegegneten, musie er von fern schreyen :
Unrein!