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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1553-1554
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Dessen Geist, da er von dem Celere er«sMgen worden, man damit besänftigenwollen b). Man stund darbe» sti Mit-ternacht auf, zog nichts an die Füsse, undsetzte den Mittel«Finger auf den Daum,welches machen solle, daß einem keinGespenst begegne ; wusch die Händedreymahl in Brunn « Wasser, kehretesich um, nahm schwache Bohnen in denMund, und warf sie über sich zurück,indem man darzu 9 mahl sagcte: H*c«TO mitto; his redimo meque meosquefabis/ sich nicht umsähe, und glaubete,daß die Geister solche hinter ihm herauffasen woraufman sich wieder wusch,und mit Becken ein Geklirre machte, in«dem man wieder 9 mahl darzu sagte:

Manes exite patemi! sich daraufumsä-he, und glaubete, daß nun besagte See«len, oder Geister, verscheucht, oderdochversöhnet wären c).

a) Ouid Faß. V. v. 401.

b) Porphyr. adHorat. lib.II. Epifl.2.v.209. <ips Ouid. I.C.V.4JQ.

c) Ouid./. c. v. 429--444. (tyadeumNeapol. /. c. Item Gyrald Synt.Deor. VI. p. 215. & Faes ad eumd.de ritt* Sepel. c. 1.

Lena, s Laena.

LENAEA waren ein Fest, welchesmm zu Athen, im Monate Lepaeone,begieng, und zwar dem öaccho zu Eh-ren, welcher von torcular , auchLenaus pflegt beygenannt zu werden.Was aber Lenceon eigentlich für ein Mo-nat sey, ist man so einig noch nickt, weilsolches auch mehr eine Poetische, als ge-meine Benennung des Monats ist.Und wollen also einige, daß es der De-cember, andere daß es der lanuarius ge-wesen sey a). Indessen durfte sich keinFremder bey solchem Feste finden lassen,wohl aber liessen sich die Poeten und son-derlich die Tragödien-Spieler darbeyhören, die 4 Spiele darbey aufführen,und sehen lassen musten, wer es am be-fiMi machen könne b).

*) Gyrald. de Atm. $ Menf p. 7 82.

b) Meurf ap. Schoergen. in Lenaea.

LENONES, Hurenswirre, hat«fcti 5»*r unter den Griechen und-wein ein freyes Handwerck, ohne daßm doch einen gewissen Tribut oder Nah-

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vungs-Geld geben musten a), wurdenaber dennoch als infame Leute angese»hen b). Sie hatten mithin die Frey.heil nicht, vor Gericht geboret zu werdenc), bis sie endlich auf Justiniani Befehlauch gar aus der Stadt ausgestaubertwurden, und, da sich ihres Unwesens ie.mand wieder unterficng, hart gnug ge-straft wurde d). Hmgegcn, wie nichtsso gottlos und tumm war, dessen sichauch nicht manche rasende Kayser unter-fiengen, also hatte Heliogabalus vor,deren 14 zu Praefectis Vrbis zu Rom zumachen, vermuthlich also über jede Re-gion einen, und dergleichen sollen denneben unter solchem Praedicare auch in denandern Städten zu befehlen haben, wel-ches aber der Bestie Tod noch unter-brach e).

a) Lamprid. Alex. Sev. c. 24.

b) Alex. ab Alex. üb. V. c. 4.

c) Val. Max. üb. VII. c. 7. «.7. & A-lex. ab Alex /. c.

d) L. 6. & 7. C de Spetf. & lernn.

e) Lamprid. Heliogab. c. 19.

LEO, der Löwe, war der Sonnegewidmet a), die auch wohl mit einemLöwen-Gesichte gebildet wurde b), wienicht weniger der Cybelae, als die der-gleichen auch zweene vor ihrem Wagengespannet hatte, welche ehemahl Men-scheu, nehmlich Hippomenes und Ata-lanta gewesen, die aber, weil sie sich ineiner Capclle besagter Göttin miteinan-der vergangen, darüber in ftstche Thiereverwandelt worden seyn sollen c). In-dessen verchrete man ihn doch zu Leon-topoli in Egypten göttlich, als von demauch die Stadt, den Nahmen Löwen-Stave bat d), wo doch die Städte inEgypten nicht etwan die Bilder beson-derer Thiere zu ihren Zeichen, Wappen,oder Wahr-Zeichen gehabt, woher siedergleichen Nahmen angenommen, undandere geglaubet, daß man diese Thieredaselbst göttlich verehre. Zu Rom ließdergleichen zuerst bey den Schau-Spie-len mit kämpfen Q. Scasuola. woraufhernach Sylla A. V. 660 deren 100 aufeinmahl mit lieferte e). Vor den Wa-gen spannete sie zuerst mit M. Antoniusf), sodenn aber auch Hestogabalus g).Nicht weniger aber opferte man sie auch,Ecc § nachdem