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b) Desprez ad Horat. I. c.
LeBus cubicularis möchte bey uns ei»gentlich ein Schlaf-Bette heissen, in der-gleichen denn auch Mann und Frau bey-samme schliefen, und diese zwar allemahlan der Seite nach der Wand zu, derMann hingegen vorn an a). Massenman denn auch schon vor Zeiten die Bet-ten, wie ietzo, mit der einen Seile Deman die Wand an setzete. Die JudenMeten solches allemahl der Lange nachzwischen Mittag und Mitternacht b);bey den Griechen aber bestund es ausden Stuucis oder Span-Berte, den fr/tn,oder Polstern, und den oder
jbccfm c) ; worauf auch noch gelegetwurden Ixaf, zottige Scklafs
Leltze, die sie anlegten, zumahl wennes kalt war ä). Hierzu kamen auchnoch *tunuQ*Kti*, oder Haupt-Rüsten,und bey zärtlichen Leuten auch ipn-xxu-h»t» oder Betk-Tücker e).
a) Salmas ad Spartian. Ver. c. s.
b) Iken. Antippt. Hehr. P. 11 I. cap.4.§./7.
c) Eustath. ad IJ. 2. apud Pfeiff. An-tiqu. Gr. lib. IIII. c. 31.
d) Homer. Od. H. v. & 2 n. f/9.
e) Suid. iy Pollux apud PfeifF.l.c.
LeBus funebris war eine Trag-bahre, worauf man die Leichen weg-trug a), dergleichen bey vornehmen auchwohl Elfenbeinerne Füsse oder Leinehatten b), mit schönen Decken oder Lei-chen-Tüchern beleget c), auch mit Kran-tzen und Blumen ausgezieret wurdenö). Allein es wurden dergleichen Ge-sperre auch mehr, als eins, noch vor derLeiche hergetragen. Also zehlete manbey des Marcelli Leiche, welche nach desAugusti Anordnung bestellet wurde,deren 600, und bey des Syllae gar 6000e )- Jedoch daß sie nicht allerdings leerwaren, setzte man die Bilder der Vor-^hren von väterlicher oder mütterlicherSeite darauf, ob wohl sonst in den Ge-sitzen der XH. Tafeln es hieß: Plufa.finera. vtiei. nei. facito, neiue. plufes.leäos. endoferto f). Jmmiktelst wurde” r LeBus, tuorcmf die Leiche lag, mitverbrannt g), und er daher mit Papier
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Binsen u. d. g. ausgefüllet, damit allesdesto besser brannte b).
a) Tibull. lib.I. EI./, v. 77.
b) Propert. lib. II. EI. /o. v. 2/.
c) Pitisc. b.t.
d) Plin. H.N. lib. XXL c./.
e) Serv. ad Virg. Aen. lib. VI. v.86f.
f) Cic. apud Funcc. de Puerit. L. L.c. 4. Jiue Tab. Legg. X. n. /4.
g) Tibull. l.c.
h) Martia), lib. VIII. Epigr.44. v. /4.Plin. H.N. lib.XVI. c.37.
LeBus genialis war das Braut-Bette,so einer an ihrem Hochzeit-Tage gemacht,in das ^rrium, oder Verhaus gesetzt,und insonderheit mit einer Toga bedecktwurde, so nach der Hochzeit LeBus ad-versus hieß. s Lectus aduersus.
LeBus lucubratorius war eine Art ei-nes Bettes, worauf man sich legen, le-sen und sonst studiren kunte. Es wa-ren solche vor andern sauber gemacht,und mithin selbst von Citro, einer Art sehrkostbaren Holtzes a) ; sonst aber nichtgroß 1 jedoch oben mit einem Polsterversehen, worauf man mit dem Kopfeliegen, allein auch darunter stecken kun-te, was einem besonders angenehm undman wohl verwahret wissen wolte b).
a) Pers Sät. I. v. /2.
b) Spartian. Ver. cap. ;. <ßs ad eumCasiub. l.c.
LeBus pensilis , ein schwebende»Bette, war eine Erfindung des Medici,Cleopbanti , worein er Krancke legeteund sie darinne hin und her schwanckenließ, um sowohl dieKranckheiren zu ver-ringern, als den Schlaf zu befördern.
Plin. H.N. lib.XXVI. c.j.
LeBus tricliniaris, war eine Stellagewie ein Bette, worauf man beym Essenlag. Es waren dergleichen erst vonStroh 1 hernach von gedrehetem Grase,daher sie auch Tori hiessen a); fernervon Steine b); sodenn von allerhandschönem Holtze c), als Citro, Terebin-the», BuchsBaume u.d.g. so noch mitSchild. Kröte, Elfenbein, Silber undGolde ausgezieret wurde d), ja auchgantz von Silber e), und so gar vonpurem Golde 5 ). Wenigstens aberwaren doch oft ihre Stollen oder Beine
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