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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1501-1502
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S m)T ac.Hiß.lib.I.

n) Sueton. Calig. c.s.

^ti*n LAPIDES, Steine, sind eine dichte

:% und siste Materie, so zu Aufführung derMauren, Pflastern der Strasse, Bemer»ching der Meilen, und taufenderley an-deren Dingen gebraucht wird, anbey auch bald von der Natur selbst, wie einH[ k| Bruchstein, bald durch die Hände derMenschen wie ein Ziegelstein hervor ge>bracht wird.

st ty Lapides catenati waren 2 ziemliche mit

Ketten zusamme gehengte Steine, der-'stftz gleichen eine Frau an manchen Ortenm elf* von einer Pfarre zur andern trage» muste,' "Ä tt die eine andere Frau geschlagen hatte,und: «h>m keine 20 Solidos Strafe geben kuntew ihm und wolle. Bey den Schweden war este; j): «ine Strafe der Huren, wie auch der

taita Ehebrecherinnen, bey denen aber auch»«G noch ein Strick mit dem einen Ende aniltt, ta solche Steine, mit dem andern aber dem!' Ehebrecher an das Patrimonium ge»ta« k), bunden war, da sie denn beyde mir ein» ander also durch die Stadt, und sodennIMl« zum Lande hinaus wandern musten.»ilM Fresn. Gloßi Lat. in Lapides cate-»M nati.

i Lapis auspicatus war der Grund»«rtiiiKtf« Stein eines Tempels, der mit besondernAI jisit Cerimonien geleget wurde, auch ingemcin, m tu eine Aufschrift enthielt, welche zu erken-, n), mt nen gab, von wem, wenn u. s. f. der Tem-

nn i® pel erbauet worden.

Cmher. apud Pitisc. in Lapis aulpi-, flr. I catus.

Lapis diuus war ein Stein, oft ohnealle Zierath , mit dem der Teufel, odervielmehr die betrügerischen Pfaffen ihr0i $![, Spiel-Werck hatten, und ihn auf diesej oder jene Art bewegeten , als oderle-^ . bendig sey und es für sich selbst thue,

daher auch die albernen Leute meynecen,ts sey was göttliches darinne, under«

wiesen ihm also die, ihrer Meynung nach,

. 11)1 geziemende Ehre a). Es befand

j. sich unter andern dergleichen sonderlichliM °uch in dem Tempel der Dianae zu Lao-,L Ai.iicea b). Jedoch ist man noch nichtAllerdings einig, ob er diuus , oder vittus,?/ Wissen soll, welches letztere einigen dar-»m wahrscheinlicher vorkömmt, weil sol»

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che Steine auch im Griechischen >n-hxngenannt werden c).

a) Photius apud Pitisc. in Lapisdiuus.

b) Lamprid. Heliog. c. 7.

c) Salmaf ad Lamprid. I. c.

Lapis gammatus war «ine Art einesGrentz-Steins, auf dem ein r einge»hauen war a). Er wird Lateinisch auchLapis scriptus genannt, und pflegte manbey dergleichen auch sein Opfer zu ver-richten b).

a) Guther. de Iur. Pontis. lib. III. c. f.apud Pitisc. in Lapis gammatus.

b) Antist. Labeo apud Fesium /*Scriptus Iapis.

Lapis manalis war ein besonderenStein, der zu Rom in der 1 Region vorder Porta Capena bey dem Tempel des 1Martis lag a). Diesen Stein, wenneine lange Dürre des Wetters einfiel,schleppete man in Proceßivn mit vielenCerimonien in die Stadt, und will man,daß sodenn allemahl ein verlangter Re»gen darauf erfolget sey, als daher ecauch von mano, id) flieste, den Nahmenbekommen haben soll b). Andere solcheSteine waren wie die Waltzen oderCylinder gemacht, die man auf denGrenyen umher schleppete, wenn mangern Regen haben wolte, welche indes-sen auch Lapides manales genanntwurden c).

a) Nardin. Reg. I. Ubr.lll. cap, t& 2.

b) Festus in Manalis lapis, Non.Cap. XVI III. n. 32. & Borrich.Antiqu. Fac. V R. c. 3. §. 2.

c) Fulgent. Expos. Serm. ant. §. 4.

Lapis miüiaris war ein aufgerichteter

Stein wie eine mäßige Seule, derglei»chen alle 1000 Schritte einer an den Sei-ten der Römischen Haupt» Strassen ge»setzet war, mithin bemerckte, wo eineMeile aus, und die andere wieder ange-he. ES stand zugleich die Zahl derMeilen von dem Milliario aureo, odervielmehr den Thoren zu Rom angerech»net, mit darauf, welches denn für dieReisenden eine gar gute und dienlicheSache war. C. Gracchus war Angeberdavon a), und zeiget man dergleichen

noch