LAN
tegi,
1497
LAN
'fi
%
H
'M
ju verrichten war 1 ). Bey den Jüdenwurde es für ein Lob einer Frau ausge.leget, wenn sie fleißig mit Wolle undFlachs umgieng m). Und dadieEgyP-(er, wie auch Orpheus und Pythagorasdie Wolle lieber für erwas unreines und sogar pro segnistimi corporis excremen-to pecori detracto ansehen wollen n );so belehret uns doch die Heil. Schrift ei>nes bessern, weil Gott auch selbst gebo-ten, daß die Erstlinge von der Schurderselben den Priestern selten gegebenwerden 0).
a) (ierbel. Grac. Antiqu. ap. Pitisc.
Dill in Lana.
'iWlttii b) Phaedr. lib. ////. Fab. 4. v. 7.'M Alt Dempster. ad Rojin. lib. I. c. /3.
hTWfi c) Pitisc. l.c.
k» ij, d) Plutarch. Qucefl. Rom. n. 2(5.
e) Liv. lib.l. cap. 37. Ascon. ad Cic.CTfltlt proMilone ap. Tiraquell. adAlex.
pltlt ab Alex. lib. 1111. c. S.
)M! f f) Varr. ap. Plin. lib. VIII. c. 48. ‘
M pe, g) Sueton. Aug. c. 04 & 73.
\ feilt i. h) Plutarch. in Romulo.
i 4 W i) Cur t lib.V.cap.2.
IMk"j, k) Herodot. lib. II.
ilMjt 1 ) Alex. ab Alex. 1. c.
itSli m) Prov. XXXI23.
Il n) Tiraquell. ad Alex. ab Alex.gl tö lib. IIll. c. /7.
IchsO 0) Deut. XVIII, 4. Iken, Antiqu.II uilrtlt Hebr. P. I. c. /7. §. sp.nM LANCEA, emeLantze, ein Speer,p M- warcineArr eines Spiesses, vergleiche erst
iD« bey denGpaniern, soden bey denGalliern,nicta«, v»d endlich auch bey den Römern üblich>varen a). Man pflegte aber damit aufden Feind zu werfen b), und zwar auchD Pferde c); doch bediente man sich de>^1,« nn auch zu Fusse d). Wie die Gallier(( jpjö ße führeten, war das Eisen an selbigenvis I Cubitum lang, und bis 2 Qver-’iijtitj Hände breit e), und blieb sie hernachjJ auch ein Gewehr der Francken, womit' ,e viel im Kriege vermochten f). Und■alt* •? auch Christ, Seite mir dergleichennoch am Creutze geöffnet wur-ae, soll dieselbe hemach Carolas M. be-ichen und damit allemahl den Sieg wi-i,,«^ Saracenen behauptet haben g)."M* ^aderweits aber nennet man solche Lan-^0$ ^ auch noch die Lantze Conltantini AI.
1498
welche von Sansone, einem gewissenGrafen, Rudolphus, König in Burgund,von diesem der Kayser Llenricus I oderauch Conradus bekommen h), von des.fett Zeiten her sie auch als ein Reichs-Kleinod zu Nürnberg mit aufbehaltenwird i).
a) Lips Poliere, libr. IIII. Dia!. 4.Bulenger. de Venat. Circ. c. 27.
b) Lucan. libr. II. v. 472. Diod. Sie.lib. V.
c) Dion. Halic. lib. VIII.
d) Sallust. 11. C cap. 36.
e) Diod Sie. l.c. cap.30.
f) Fresn. Glojf Lat. in Lancea.
g) Malmesbur. ap. Fresn. I. c.
Ii) Fresn. 1. c. in Lancea Constantiniitem in Laucea S. Mauricii.
i) Misibn. Itiner. Epifl.g.
LANISTA war ein alter Cladia-tor oder Fechter, der die Freyheit, undzum Zeichen seiner Erlassung von demFecht-Wesen, mit einem Rüde oder be-sonderen Stäbe begäbet worden war,dargegen aber nun wieder andere imFechten unterrichtete. Er erkaufte dar-zu entweder leibeigene Knechte, oder zogauch weggesetzte Kinder darzu auf;nahm auch liederliche freye Leute darzuan, die sich um ein Stück Geld selbstdarzu verkaufflen a). Ein Haussen, wieer ihn bepsamme hatte, hieß Familia b),wie auch er dahero Pater familias c),seine gantze Verfassung aber Ludus d),und er daher auch wohl, GriechischahS-ot^os e). Und in diesem unterrich-tete er sie, indem er mit ihnen mit hol-tzernen Schwerdtern föchte, so auch rüdeshiessen f ), und, wenn sie gnung unter-wiesen waren, verkaufte er sie denn denobrigkeitlichen Personen parweise zu denöffentlichen Schau-Spielen g).
a) Faber Semeftr. lib. 11. cap. /0. &Volaterran. ap. Pitisc. in Lanista.
b) Seiet. Aug. c.42.
c) Id. Domit. c.io.
d) Id. lul. Caß cap. 26. & ad eumTorrent, l.c. Plin. libr.X. ßp.40.n. 2.
e) Salmas ad Spartian. Pefienn.cap. 7.
f) bueton, Calig. cap.32. <ff ad eumTorrentius 1. c. Nieupoort. Camp.
Antiqu,