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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1493-1494
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friarcficil und Metropolitan!eb. n berpfeicfjen Lampadarios, doch auch,tie ihnen b-:,m Gottesdienste die Kertzenvortrugen und, da der Kayser sie vonihnen wieder abfoderte, war es ein Zei-chen . drtz sie ihrer Würde entsetzet seynsolle» d) Eine andere Art bttLampa-dariorummtin die welche die Lampenober Lici kcr am Kayserlichen Hofe. undsonoerlich auch in den Cantzcleyen, wodie Schreiber auch des Nachts zu thunhotte», anzünden und besorgen mustenc>. Wobey jene ihren Aufseher übersich hatten, so Primicerius Lampada-riorttm hieß d).

a) derodianus. Tertullianus, alii ,ap. Frein. Glojf Lat, in Lampada*rii.

b) Lodinus, Pachymeres, alii apftdeunid. I. c.

c) Panciroll. Notit. Dignit. [mp. Ori-ent cup. 66. ap. Pitil'c. in Lampa-dirii.

d) Nouell. Valentin, ap. Fresn. l.c.

LAMPADATTO war eine Artder Peinigung, womit man die armenersten Christen qvalete, da man sie aufdem Equuleo oder der Leiter ausdehne-te und hernach in den Seiten mit Lich-tern oder Lampen brannte.

Prudentius & alii ap. Fresn. in Lam-padare.

LAMPADEDROMIA,Gr.A«u-»«lnijiofu«, war ein Wett-Rennen jun-ger Leute mit brennenden Fackeln oderLampen zu Athen, da sie sich bemühete»,dieselben unausgelescht bis an das ge-setzte Ziel zu bringen, und wer solchesleistete, harte den Preis gewonnen. Esgeschahe solches an den 3 Festen , denPanathenaeis, Vulcanalibus und Pro-metheis a), und zwar an dem erstem zuPferde b), sonst aber liesse man nur zuFusse von dem Altare des Promethei inder Academia nach der Stadt zu c).lind von diesem Wctllauffen kömmtauch die Redens - Art Her, Lampademsuam alii tradere , weil der, so das Zielmit der Fackel erreicht, sie einem anderngab, sein Heil auch damit zu versuchen;zugleich aber auch so viel will, daß ei-net daö Seinige auch thun möge, wie

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man es gethan, und sich nun mit Rechtzur Ruhe begeben könne.

a) Harpocrar. in Aaturdt.

b) Plato de Rep. lib.I. Herodot. likVIII. cap. 98.

c) Pausen. Attic.

LAMPADES waren bey den Altenrunde Gefasst von Thon, oder Eisen,wie ein umgekehrter Kegel, oder abereine weite und kurtze Düte, ungefehr ei-ne Qver.Hand breit, die unten an derSpitze einen Stab 5 oder 6 Qver-Han-de lang hakten, wobey man sie haltenund tragen a), vermuthlich aber auchwohin stecken und feste machen kunte.Und dergleichen wurden denn denen vor.getragen , welche einen Sieg bcfochtcn1,); ingleichen den Kaysern Patriarchenu. a. c), jedoch aber auch zu Erleuch-tung der Zimmer gebraucht, da sie in-sonderheit Statuen hielten, welche über-güldet waren und junge Leute vorstelle-ten d). Jedoch brauchte man sie auch,Ubelkhäter damit zu martern e), wie nichtweniger in manchen Festen, damit in dieWette zu lauffen f). Bey den Römi-schen Hochzeiten wurden deren 5 ange-zündet, worüber es viel Fragens gsibt,warum nicht mehr, oder weniger g)?Und unter den Göttern werden derenbald eine, bald zwo der Dhnse zugeeig-net, als mit dergleichen sieauch aufvie-len Müntzen zu sehen, weil sie, als derMond, die Nacht erleuchtet h).

LeymIüVlfcbenGottesdlcnsie brau-ten dergleichen auch Tag und Nacht, undzwar auf einem güldenen Leuchter in demHeiligen der Stifts. Hütte und des Tem-pels. Es musten sie der Hohe - und an-dere Priester alle Morgen und Abendezurichten, und zwar von dem reinstenBaum-Oel i), doch letztere mehr, alsjener, und mithin keinesweges allein lc),wie doch einige behaupten 1). Indessenbrannten des Nachts alle 7 Lampen desbesagten Leuchters, des Tages aber nur3, da am Morgen die andern 4 ausge-löscht wurden, und zwar blieb dem Der-muthen nach allemahl die 2,4 und 6brennen. Im Tempel aber wurden siealle 7 des Morgens ausgelescht, 5 vordem Rauchern und die andern 2 nachdem Rauchern, und obschon der Leuch-ter