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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1463-1464
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ches von den Spartanern herbey denenunter andern der keine Wache mehr thundurfte, der g Kinder zum Dienst derRe-public gestellet hatte a), und wer der-gleichen bey den Römern hatte, wurdeallemahl einem, der keine hatte, in denEhren-Aemtern vorgezogen, so gar, daßauch der unter den 2 Bürgermeistern dieFafces zuerst bekam, welcher die mei-sten Kinder hatte; wogegen einer, derkeine Kinder hatte, nicht einmahl be-kam, was ihm in einem Testamentewar vermacht worden, noch auch eineErbschaft ohneTcstament,als nur bey denallernächsten Anverwandten, antretenkunte,da er sonst allerdings der Verwand-schaft wegen Recht darzu gehabt hätte d);wie denn auchMann und Weib von dem,was sie von einander erbeten, den zehen-den Theil abgeben musten, wenn sie kei.ne Kinder hatten. Und wenn denn einRömischer Bürger g Kinder, einJtaliä-uer 5, und einProvincial 7 hatte, warer frey von den Vormundschaften, be-kam dreyfaches Getreyde aus den Ma-gazinen, und was der Vorzüge mehrwaren c). Und dergleichen Vor-oderNachtheile traffen auch die Frauens-Personen, da sie fruchtbar oder unfrucht-bar waren, denen aber beyderseits einKayser zu statten kommen, und ihnendas Recht rriurn liberorum ertheilenkunt«, ob sie derselben gleich gar kei-nes hatten d).

a) Aelian. V H. lib. VI. c. 6.

b) luuenal. Sät. VIIII. v. 86. adeum Farnab iy Lubin. I. c.

.c) Lubin. ad eumd. v. So- & inpri-mis Paull. Seat. lib. 1111 . tit. p. extr.

d) Martial. lib. II. Epigr. \pi. v. s. &Qi.v. 1. Dio lib. Sf.ßtb init. Plin.lib. II.Epist. /j. lib. VI. Ep.16. lib.X-Ep pf.

Ius mancipii ist ein Recht, da einerdie Herrschaft über etwas durch denKauff erlanget.

Sigon. de Ant. lur. Civ. Rom. lib. I.c. u.

Ius maritale war das Recht, das einMann über seine Frau hatte, und esinsonderheit erwies, wenn sie extra ge-gangen, oder Wein getruncken hatte, daer die Sache mit deren Befreundten un-

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tersuchte, und, nach Befinden, willkühr-lich bestrafte, allein auch ohne Cerimo-nien tobten kunte, wenn er sie im Ehe-bruche ertappete. Und dieses scharfeGesetz schrieb sich schon von demRomv.lo her a). So kunte er sich auch vonihr scheiden, wenn sie nicht Farbe ge-halten, Kinder untergeschoben, Gift ge-mischt, und falsche Schlüssel hatte; wo.gegen sie die Freyheit nicht hatte, vonihm zu gehen, der Mann mochte so tummthun, als er wolle b).

a) Caco ap. Gell. lib. X. c.23.

b) Id. ibid. Sigon. de Ant. Iur.C.R. lib. I. c. p.

Ius municipiorum , s. Municipia.

Ius nexi war, das einer erlangte,wenn ihm etwas verpfändet oder sonstobligiref war.

Sigon. de Ant. Iur. C. R. lib. I. c. //.s. Nexus.

Ius nuptiarum war, da eine Jung-fer, die keinen Vater mehr hatte, wohlaber einen Vormund, und noch ihreMutter, nicht heyratben durfte, wonicht beyde darein willigten; oder, dasie disfalls streitig waren, muste dieObrigkeit den Ausspruch thun a), wennsie anders durch gute Freunde oder auchdas Looß nicht kunten verglichen wer.den b) , bis endlich der Kayser Seuerusund Antoninus das Gesetz aufhuben,und einer Jungfer zu heyrathen vergön-neten, den sie wolte c).

a) Liv. lib.IIH. c. p.

b) Suet. Tiber. c. zs. Plant. Cafin.A(l. I. fc. 7.

c) Paull. I. 20. ff. de rit. nupt.

Ius Papirianum war das lus civileRomanum , wie es Sextus Papiriusschon zu den Zeiten Tarquinii Superbiaus den Gesetzen der bis dahin gewese-nen Römischen Könige zusamme gelesenhatte a). Von solchen sind bis itzo nurnoch einige kleine Brocken übrig.

a) Pompon. I.2. §. 2. ff. de Orig. hr.& Sigon. deAnt. Iur.C. R. lib. I-

c. s.

Ius patrium war das Recht, welchesein Römer über seine Kinder hatte, wel-ches sich, nach des Rornuli Verordnung,über deren Vermögen, Freyheit, Leib

und Leben erstreckte, ungeacht sie auch

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