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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1421-1422
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lieber gar für Intemelio lesen tnde Me-lio b).

a) Nardin. lib. V c. /0.

b) Liy. lib. XXXIII. c. 26. ex Edit.Clerici.

Intempesta nox, s. Nox.

INTERCALATIO, die Ein-schaltung, ist ein Mittel, der Unrichtig-keit der Zeit-Rechnung abzuhelfen, daman einige Stunden, Tage oder Mona-te einschiebet, dergleichen sich in denZeit - Rechnungen der meisten Vo'lckerfindet.

Bey de» Juden war das Monden.Jahr, dem sie ingemein folgeren, 354Tage, 8 Stunden, 777 Minuten, dasSonnen-Jahr aber 365 Tage, 5©tun-den und 817 Minuten lang, daher sichein Unterscheid von io Tagen, 21 Stun-den und 40 Minuten fande, weßhalbenzu seiner Zeit zwischen dieMonate Adatund Nistn sie noch einen gantzen Monat,den sie Veadar nannten, «jnschoben.Und dieses musten 7, jedoch manchmahlauch nur 3 von dem Synedrio Magnoaus ihm dazu äepurirte Glieder thun,unter denen ber Princeps Synedrii alle-mahl mit seyn muste. Es muste aber der-gleichen Intercalation nothwendig ge-schehen, weil sonst die Feste dergestaltwürden verrückt worden seyn, daß we-der dasPaschah zu seiner Zeit gefeyert,noch die Erstlinge auf ihre Feste ge-bracht, ferner, nach der Jüden fernermVorgeben, die Wege, Brücken undBrat-Oefen zu den Oster- Lämmern nicht ge-bauet werden, noch die ausländischenJuden nach Jerusalem zum Oster. Festekommen können, und was der Ursachenmehr angegeben werden. Hiebe» kuntesie alle 7 Jahr einmahl, doch nicht amersten und siebenden Jahre geschehen,daher das sechste darzu genommen wur-be a), und da solches geschahe, wurdees den Jüden in fremden Landen zuge-schrieben, damit sie wüsten, daß undtvarum man die Intercalation unter-nvmmen habe b).

1) Iken. Antiqu. Hehr. P. II. c. 7. §.

b) Reland. Antiqu. Vet. Hebr. P.II 1 I.

c. 1. §.4.

Bey den Griecben war das Jahrauch ein Monden-Jahr von 12 Mona-ten, deren einer um den andern 30 und29 Tage hatte, wobey allemahl das 3,5, 8, n, 14,16 und 19 in bem Cyclo de-cemnouennali ein Monat von 30 Ta-gen eingeschaltet wurde, damit die No-vilunia und Plenilunia wieder auf eineJahrs. Zeit kamen, wobey sie das Jahrallemahl mit dem ersten Plenilunio nachdem Solstitio sestiuo ansengen.

Wolf. Eiern. Chronol. §. 117.

Bey den Römer» bestund unter demRomulo das Jahr erst nur aus 304Tagen, und fehlete vom Lunari um 50Tage; Numa setzte es von 10 Mona-ten auf ia ; allein es wurde damit um1 Tag zum Lunati zu lang; hingegenfehleren gegen das Sonnen-Jahr ic»Tage. Daher wolte er, daß das 2 Jahrallemahl 22 Tage, das 4 te 23 Tage, das8te 23 Tage u. s f. eingeschoben werdensollen ; allein, da sich mit der Zeit dochauch eine merckliche Unrichtigkeit dis«falls hervor that, wurde den Pontifici-bus Maximis befohlen, allemahl das8te Jahr i; Tage zu intercalirm. Al-lein, da diese Pontifices den Zoll-Pach-tern, und Obrigkeitlichen Personen zugefallen, nach ihrer Willkühr damit ver-fuhren, kam die gantze Zeit-Rechnungin lauter Confusion , bis sie Iulius Cae-sar durch den Sostgenem wieder in Ord-nung brachte, und fest gesetzt hat, daßalle 4 Jahr ein Tag nach dem 23bruarii eingeschaltet werden soll, wel-ches auch noch bis itzo geschiehet, ob-schon das Jahr dennoch auch um n Mi-nuten zu lang ist, so in 131 Jahren wiederwas mehr, als 1 Tag , macht. Wes-halber der Pabst Oregorius auch diesenabzuhelfen gesucht, und nur allemahl in4 Seculis I Schalt-Tag eingeschoben wis-sen wollen ; allein es ist dennoch auchsolches Jahr in 4 Jahren tun 1 Stunde20 Minuten zu groß, welches in 72 Se-culis wiederum einen gantzen Tag macht.

Wolf. Eiern. Chronol. §. 88- - '02.

INTERCESSIO war das Recht,welches die T fibuni plebis zu Rom hat-ten, einen Raths-Schluß, so dem ge-meinen Vvlcke nicht dienlich zu seynschiene, oder die Wahl eines zu einer O-Ky 4 brigkeil-