1387 I M A
f) Polyb. lib. VI. c.p.
g) Columell. lib. XII. c. 3.
h) Sigon. de Ant. Iur. Civ. Rom. lib.
II. C. 20.
Imagines Principmn, Bilver ÖtcRayser, wurden theils öffentlich, theilsnur von Privat - Personen zur Zierde vorihre Häuser gesetzt a), Solches geschahedemnach mir besondern Ceremonien,nichtviel anders, als ob man das Bild oderEtatue eines Gottes aufrichtete, sie auchsofern heiligte, daß, wer dergleichenwieder vcrkauffte, des Lasters der ver-setzten Majestät schuldig wurde, da siehingegen die Bildhauer verkauffen kan-ten, wie sie wollen b). Wenn anbeyeiner seine Zaflucht zu dergleichen Statuenabm, war er für seinen Verfolgern si-cher, jedoch muste solches auch nichtgeschehen, da man einen andern aus blos-sem Frevel beleidiget c). Gemahlt wur-den sie zu Auszierung der korricuu-n1 >nd anderer gemeinen Gebäude gebrau-chet ä); und wer vor solchen vorübergieng, muste ihnen die gebührende Ehreerweisen e); bey Lebens-Strafe abersich nicht gelüsten lassen, vor ihnen oderden Statuen derKryscr seine Nothdurftzu thun,-oder sein Wasser abzuschlagenk). Jmmittelst trug man deren Bild-nisse auch in den Ringen, welche Frey-heit aber erst doch auch erlanget wer-den muste g) , weil es auch den Halskostete, wer dergleichen Ring sodcnn mitauf das Secret oder in ein Loräel mitnahm h), oder auch nur den Pinckel-Topf mit solcher Hand, daran er denRing hatte, angriff i). So denn aberwurde auch das Geld damit gepräget,wie dergleichen Ehre insonderheit sofortdem Iul Csesari zugestanden wurde k).Allein auch damit kunte einer in diegröste Gefahr gerathen, als jener, dereinen Knecht schlug, so eine Müntze mitdesHberü Bilde in der Hand hatte I),und kam ein gewisser junger EdelmannUnglücklich um sein Leben, daß er der-gleichen mit des Caracall* Bilde einergemeinen Courtisane zum Lohne gegebenm), Hingegen war es weder gefährlich,«inesBildniß zu tragen, der als ein Ty-rann auch nach seinem Tode verurthei-ket worden n), oder auch eines Verstor-denen dem Gehenden zum Nachtheil«).
I M A IM
a) Sneton. Tib. c. 26.
b) Marcian. I. 5. adLeg. Iul.
c) Callistr. I. Capitolium §. ad Sta-tuas ff. de Pcenis.
d) Arcad.A I.Si quando. C.de Oper.
publ.
c) Nazianz. adv. Iulian. Orat. III ,ap. Pitisc. in Imagines Principum,
f) Spartian. Caracall. c. 5. & ad eumCasaub. I. c.
g) Plin. H. N. lib. XXXIII. c. 3.
h) Sueton. Tib. c. ;g.
i) Senec. de Ben. c. 26.
k) Zonar. lib. II.
l ) Philostrat. ap. Pitisc. I. c.
m) Dio ibid.
n) Ambros adPf. 38.
o) Sexual. I.38. de iniur.
Imagines reorum musten die Execution
über sich nehmen, wenn man der Per-son selbst nicht habhaft werden kunte,als die man wohl ehe ans Crcutz schluga); dergleichen denn auch noch Heut zuTage üblich ist h).
a) Pollio 30 Tyrann, c. 2p.
b) Salmas. adPoIl. 1 . c.
Imagines fandorum wurden aufkeilte
Weise von den ersten Christen in ihrenKirchen gelitten, damit es nicht schiene,als thäten sie es den Heyden nach, oderdiese auch glauben möchten, als erwie-sen sie ihnen einige göttliche Ehre a).Wenigstens wurden sie im 48eculonochnicht geduldet, bis man endlich dasCreutz Christi dahin setzte, folgends auchdie Bildnisse Christi, und der Heiligendarzu that, jedoch nicht ohne grossenund vielen Widerspruch anderer b). Da-her es denn auch gekommen, daß mankein achtes Bildniß von Christo selbst,der Jungfer Maria, und den Apostelnaufzuweisen hat c). Im 5 Seculo mah-let« man allerhand in die Kirchen, undim 6 fieng man auch solche Bilder anzu verehren ä), im 8 Seculo aber dieLeute zur Verehrung derselben zu zwin-gen, wowider sich andere aber setzten,bis es endlich zu entsetzlichen Lermen we-gen der Iconolatrit und Iconoclaßt kam,welches grausame Zerrüttungen in derOrientalischen und Occidentalischen Ki^che verursachet, wobey sich erstere doch
in der Römischen erhalten hat. Wobey