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vom Himmel herab, als von da sie das.selbe durch ihr Gebet zu erlangen such'ten c); so aber wohl auf einen listigenBetrug ankommen mochte, weil mangehöret, daß Gott mehrmahls derglei-chen mit seinen Opfern geschehen lassen,oder zündete solches durch Reiben 2 Hol«Her mit einander wieder an, wie gescha-he , wenn der Vest® Feuer verloschenwar d); oder auch durch ein besonde-res Kunst-Stück von der Sonne selbst
e) . Indessen sahe man genau darauf,wie es brannte, und, da es fein hellewar, gerade in die Höhe stieg, und dasOpfer geschwind verzehrete, glaubteman, daß es den Göttern angenehm sey
f) ; hierbcy aber durfte sich niemandunterstehen, an dergleichen Opfer-Feuerein gemeines Feuer, Licht u. d. g. anzu-zünden g).
a) Stuck .deSacrific. p./ft. ap. Pitisc.in Ignis Sacrificialis.
b) Stru v.Antiqa.Rom. c. /0. p. 478.
c) Seev. Aen.XlI. Scheffer. ad Phcedr.lib. 1111 . Fab. /0.
d) Festus in Ignis Vestae A Theopht.Hiß. Plant. lib. V. c. 10.
e) Plutarch. ap. Pitisc. /. c.
f) Senec. Qedip. AS. II. v. 307. Sue-ton. Aug. c.p4. Ouid. ex Pont. lib.Ill.Eleg. 9. v.
g) Phsedr. I. c. Saubert. de Sacrific.c. /6.
IGNOBILIS war bey den Römern,der nicht befugt war. sein oder seinerVorfahren Bildniß öffentlich in dem A-trio seines Hauses aufzustellen, weil we-der er, noch jemand von besagten seinenVorfahren ein obrigkeitliches Amt ver-waltet, worbey er sich der Seil® Curulisbedingen dürfen.Da er aber selbst derglei-chen Charge zuerst, und mithin das bisimaginis erlanget hatte, hieß er ein homonouus , weil er gleichsam gar ein ande-rer Mensch geworden war, als er zuvorgewesen, seine Kinder und Nachkommenaber hiessen sodcnn nobiles > oder nachunserer Art zu reden Evcl.
Sigon. de Ant. lar. C. R. lib. II. c. 20.Guther. de lur. Man. lib. I. c. 2/.Ho to mann. Antiqn.Rom.lih.II.c.p.
IGNOMINIA war insonderheiteine Bestrafung, womit einen dir Cen«
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sores ansahen, die ihn aber keineswe«ges infam machte, als worzu einesRichters Ausspruch erfordert wurde,wohl aber eine Echamröthe verursachtea). Also war auch ignominia militariswas anders, als animaduerfin , weildiese eine Strafe war, jene aber nur ei-ne Beschämung, die indessen auch wohleine Abdanckung von dem Dienste mitsich führet«, und nicht nur gemeinenSoldaten, sondern selbst auch den Cen-turionibus, Tribunis UNd Legaris wik»derfuhr b). Es waren aber solche Sol»daken-Beschimpfungen, daß sie Gerste anstat des Weitzens bekamen, den Soldeinbüsseten, vor dem Lager campiren, oderauch ohne Gehencke und Degen stehen,oder unter eine andere Art derMilitz ge-hen musten c), und waS dergleichenmehr war.
z) Cic. dp. Nott. c. 1 . n. 93.
b) Sueton. Tib.c.sp.Calig. 0.88.
c) Poeschel. adPolyb.c. VI. §. 2.
11 D E O N IM, oder wie es andere le»s m,liddegnonim,3 ) waren eineArtWahr-sager, die ein Bein von einem gewissenThiere in das Maul (in os) nahmen, undalso künftige Dinge wolte weissagenkönnen b). GOtt verbot ernstlich, sie znfragen c); dennoch aber suchte sie Ma-nasses wieder hervor d), und haben sieihrenNahmen von jada, scire, weil sieentweder viel wissen wölken, oder dochzu wissen von andern geglaubet wur»den e), wobey einige vorgeben, daßer-wehntes Thier ladoa geheissen, und irtallen wie ein Mensch gesehen, allein vonseinem ersten Ursprünge an mit einen»Seile an eine Wurtzel angebunden ge»wesen, und immer lebendig geblieben,bis es einer, weil niemand seiner Grau»samkeit wegen naher kommen dürfen,von fern mit einem Pfeile erschossenhabe s). Wie aber dieses eine JüdischeFratze ist; also halten andere wahr»scheinlicher dafür, daß solche lideonimmit den bösen Geistern ihre Mengereygehabt, und durch selbiger Beyhülfe künf-tige D-ngr vorher sagen wollen g). Wsdoch alle ihr Vorgeben nicht auch nureine blosse Betrügerei) und Affen-Spielgewesen, wie alles was solche Wabrsa»ger vorgeben wollen.
Ex s »)Leigh.