I E H
m
IE H O V A ist der wesentliche Nah.meGOttes, der mithin niemand andersmehr gegeben wird a). Es hat GOttsolchen vom Seyn, weil er sein Wesenvon niemand, wohl aber andere Dingees von ihm haben b). Die Jüdcn heis.sen daher solchen Nahmen Schern ham-pborafib , den abgesonderten Nah-men, weil er > 30 tt gang allein zukömmt,oder auch den erklärten Nahmen, weiler GOktes Wesen erkläret, und durfteer nirgends als im Tempel ausgefpro-chen werden, wo es auch selbst nochgar heimlich, und allein von den Prie«stern geschahe, wer ihn aber ausser demTempel aussprach, söffe kein Theil anjener Welt haben und noch dazu hierverbrannt werden, wie dem Kabbi Cha-nina wiederfahren, da auch sein Weibsterben müssen, und die Tochter deswe-gen in ein Hur-Haus verflossen wor.den c). So soll man auch in der Thatnicht wissen, wie er eigentlich ausge-sprochen werden solle, weil die Punctedrunter nicht unter Ieboua , sondernunter Adomi gehöret«», welches daherauch bey Lesung der Ebräifchen Bibelvon den Jüden gesagt wird, da im TexteIeboua stehet, und mithin auch einigedas mrP mit Ieboua, einige ande.re aber es mit Iehovab, lehovi, Iova,Jabve , lao u. s. f. ausdrücken, und sollman damit unter andern so geheimgewesen seyn, daß ihn dieHeyden nichterfahren, und ihren Götzen geben, odersonst übel damit umgehen sollen, un-geacht doch ihr >'«»,, laoth, i««,»« d),louis u. s. w. allerdings damit verwandtzu seyn das Ansehen haben.
L) Ps. LXXXIII, 19.
b) Leigb. Crit. Sacr. V. T. in Iebovah.
c) Lund. lud. Heiligtb. lib. III. c. 48.n. tf-fqq-
d) Macrob. Saturn, lib. /. c. /3.
1EIVNIVM, das Falken, wah-rere bey den Juden von frühmorgensan, bis auf den Abend, da man 3 Scer-ne am Himmel sehen kuntc, obwohl man-che aus Andacht auch die Nacht darzumit nahmen a). Es waren aber die Ie-iunia entweder publica, da iedermanwegen einer allgemeinen Noth fastete;oder priuata , da einer für sich aus ha«
I ^ I 1376
benden Privat. Ursachen dergleichen thatwiewohl manche auch nur aus blosserAndacht fasteten, und dazu besondersden 2 und 5 Tag der Woche aussetzten b).Bey den öffentlichen Fasten bließ manim Tempel mit Trompeten und Hörnern,in den Synagogen aber nur mit Trom-peten, beyderseits aber auf eine trauri.ge Art, betete mit Weinen und Heulen,enthielt sich nicht nur Essens und Trin.ckens; sondern auch des Waschens,Galbens; zog keine Schuh an ; zerrißdie Kleiderlegte einen Sack oderschwartzes grobes Kleid an ; schlug andie Brust ; ließ die Haare zerstreuet hän-gen ; legte sich auf die Erde, oder in dieAsche; streuete diese auf den Kopffu. s. f. c). Man trug auch wohl dieGesetz. Lade aus den Synagogen aufdie Gasse, bestreuet« sie mit Asche, undwarfen dergleichen auch die Vornehm-sten öffentlich auf ihre Köpffe d). In-dessen waren von den Fasten ausgenom-men schwangere und stillende Weibermit ihren Kindern, ausser in den 7 Fa-sten, so von dem Confessu iudicum an-gesagt wurden e) , wie denn auch wohldie Thiere selbst mit darzu gehalten wur-den f). Allein wenn von manchen Leu-ten gesagt wird, daß sie 30 Sagt, wieR.Afe, ja 40 Jahr, wieR. 2 ,doc> ge-fastet, ist es nur von dem Fasten beyTage bis auf den Abend zu verstehen,anders aber hat es sich mit Mosen, Ellaund Christo verhalten g). Jmmittelstaber durfte doch dergleichen am Sab-bath und den Freuden-Festen nicht ge-schehen/ es kam denn, daß dasVersühn-Fest auf den Sabbath fiel K), da sonstdie öffentlichen Fasten kamen im Mona-te Nifan auf den 1,10, 26, im MonateIjar auf den 10, 28, im Monate Siva»auf den 23, 25, 26, im Monate Tarn-muz. auf den 17,im Monates auf denr, 2, 9, «8, im Monate Elul auf den 18,im Monate Tisii auf den 3, 5,7,10, imtyRonatt Marcbcfiau auf den 6, im Mo-nate Cisleu auf den 28, im Monate Te-beth auf den 8, 9, l0, im Monate Sche-betb auf den 5, 23, und im Monate A-dar auf den 7, 9 und 13 i).
Wie aber die Egyplier auch ihre Fastenhielten k) i also beobachteten derglei-chen