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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1321-1322
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H E R C V L E S, ein besonderer Held,der hernach mit unter die Götter ge-nommen worden, s. Lex. Mytbol. inHercules.

HERCVLES Cubans, befandsich in der XIUI. Region der StadtRom, ob aber solches eine Statua oderBild gewesen, weiß man nicht, glau-bet aber doch, daß davon eine Gasseoder andere Gegend ihren Nahmen ge-habt habe K).

a) P Victor Reg. XIUI. ap. Nardin.lib. VII. c. jo.

b) Nardin. /. c. cap. 1 /.

. Hercules Oliuarius, befand sich inder XI. Kegion der Stadt Rom a), undglaubet man daß es eine §rania gewe-sen, bie Myron verfertiget b), mit ei-nem Krantze von Oel-Zweigen auf demKopffe, woher sie denn den Beynahmengehabt, und, wie es scheinet, von demAugusto, als eine Zierakh oder auchMerck. Zeichen ihrer Gegend aufgerich-tet worden ist c).

a) Sex. Ruf. <ts P. Victor XI. Reg. ap.Nardin. lib. VII. c t.

b) Plin. H N. lib XXXIIII. c. 8.

c) Panciroll. Defa-ipt. V R & Bor-rieh. de Ant. V. R. Facie cap. XIII.§- 4-

Hercules Syllanus befand sich in derV. Region der Stadt a>, und glaubetman, daß es eine Statua gewesen, dieSylla aufrichten lassen b). Einige nen-nen sie Herculem Syluanum , und Wol-len, daß es einerley mit dem Hercule ru-stico gewesen sey, weil rusticus , fylua-ticus unb agrestis einerley sey c), so aberandere nicht zugestehen.

a) P. Victor Reg. V. ap. Nardin. lib.IIII. c. /.

b) Panciroll. Defcript. V. R. ap. Pi-tisc. h. t.

c) Salmaf adLamprid. Commod. c./o.

. Hercules Tarentinus war eine schöneStatue des Herculis, welche Lysippusverfertiget hatte, Fabius Maximus Ver-rucosus aber, da er Tarent eroberte,von da mit wegnahm und zu Rom aufdem Capitolio neben der (einigen auf-richtete.

Plutarch. in Fabio. Plin. H. N. lib.XXXIIII. c.$. Rycquius de Capi -

toi. c. 2 s. ap. Pitisc. b. t.

Hercules Triumphalis befand sich inder XI. Region der Stadt a), da aberauch Evander schon dergleichen errichtenlassen, so hernachmahls auf dem ForoBoario in bet Vi II. Region gestanden b),sitzet es einigen Streit unter den Anti-quariis darüber, und will man, daßeines entweder ein Tempel und das an-dere eine Statua gewesen, oder aber Her-cules Vi<3or und Hercules Triumphaliseinerley seyn solle, auf welche Art bey-de Parteyen recht haben können c).Indessen heißt tx Triumphalis , weil sol-che Statua bey den Römischen Triumphenauch mit einem Triumph Kleide ange-zogen worden ist d).

a) P. Victor Reg XI ap. Nardin. lib.VII. c. /.

b) Plin. II N. lib. XXXIIII. c. 7 .

e) Salmaf. Exercit. Rlin. ap. Pitisc.h. t.

d) Plin. /. e.

Heres s. Heeres.

HERMAE waren Statuen desMercurii ohne Arme und Füsse, derglei-chen die Römer und Griechen auf denCreutz - und Scheide - Wegen aufrichte-ten. Und zwar verstümmelte man sieauf besagte Art zum Andencken, daßPlexippus undEnerus, als sie den Mer-curium auf dem Berge Cyllenio schla-fend angetroffen, ihm die beyden Armeabgehauen, weil ihre Schwester Pala:-stra,biebon ihnen erfundene Fecht Kunst,diesem ihrem Amanten verrathen, sie aberdieselbe durchaus nicht wollen bekanntwerden lassen a). Dergleichen Statuenaber setzte man zu Athen sonderlich auchfür die Eingänge der Tempel und Häu-ser b); und, da sie ingemein mit stehen-dem Membro virili gebildet wurden,putzten die Weiber dieses insonderheitmit Blumen u. a. aus, um dadurch dieFruchtbarkeit zu erlangen c) ; an dieScheide-Wege aber sitzte man sie, nmzu zeigen, wo jeder hinführete, welchesdaran eingehauen war d). Daß aberder Griechen und den Lateiner Mer-curius einerley sey, kan anderswoher be-kannt seyn.

a) Serv, ad Virg. Aen. lib. VIII. v.138.

Lt 3

b) Suidas