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Ioscph. rfc /. lib. VII. cap. 24.
Hotringer, ad Goodwin. Mos. ss
Aar. lib. VI. c. p. §. /0.
F1STVLA war ein musicalischesInstrument, sonderlich der Hirten, wel-ches aus 7 Schilf'Röhren bestund, de-ren immer eine länger, als die andere,war, indessen die qver neben einandermit Wachse oder sonst befestiget waren,oben einander gleich, unten aberwiedieOrgel-Pfeifen giengen, und, wenn mandarauf blasen wolle, fuhr man mit demobern gleichen Theile am Maule damithin und her 2). Es hatten aber denndie Pfeiffer, oder Röhre keine Löcher, wiedie Tibia , die man mit den Fingerngreiffen, und die unterschiedenen Toneheraus bringen tunke, sondern es gabendiese die Ungleichheit der 7 Röhre b).Der Ei finder derselben soll, »mch eini-gen, Mercurius, nach andern, Pan oderFaunus, und nach den dritten, Illis, einHirt in Gicilicn, gewesen seyn, undhiengen sich dieselben die Hirten an denHals, wenn sie selbige nicht brauchetenc), und, da sie solche abdancketen, wid-meten sie dieselben dem Fauno ll)> ver.machten sie aber auch wohl bey ihremAbleben einem besonders guten Freun-de 0).
2) Virg. Eclog.ILv.s2.s6. ad cmnCerda I. c.
b) Tatius de Amor .Clitipb.fö Leucipp.lib. VIII. ap. Pitisc. h. t.
c) Virg. Aen. lib. III. v. 66t. Manil.lib. V. v. t/6.
d) Vid. Inflor es , sf Pitisc. /. c.
e) Virg. Eclog. II. v.37. Long. Paflor.lib. t. ap. Pitisc. /. c.
FLABELLVM, ein Wedel, Fä-edel, wurde sonderlich gebraucht, wennman ehedem Mittags-Ruhe hielt, dadenn ein Bedienter stehen, und sowohletwas kühle Luft machen, als auch dieFliegen damit abhalten mustea). Manmachte sie aber sonderlich von Pfau. Fe-dern b), und will man, daß man derenGebrauch von den Griechen, wie diesevon den Phrygiern abgenommen habe c).Delicate Leute fächelten auch in demCirco damit, sich oder ihre Ainasteil ll),und, nachdem sie einer von den 4 Fa-ctionibus der Aurigarum zugethan jva*
ren, hatten sie auch weisse, blaue, arüneoder rothe e). Giengen vornehme Jung-fern im Sommer aus, so muste ihnenmit dergleichen ein Bedienter kühle Luftzuwehen 5 ); beym Essen aber verjagte»darzu bestellete Knaben damit die Flie-gen g). In den Kirchen war dieseseine Verrichtung der Diaconorum, zu-mahl das Fliegen. Geschmeisse von de»Altären und heiligen Erfassen, in de»
heissen Landern, abzuhaltend).
a) Terent. Eun. AIs. III. Sc.f-v.47.
b) Propere, lib. 11. Eleg. tS. v. /p.
c) Casaub. ad Stiet. Aug. c. 82.
ll) Ouid. Amor. lib. III. Eleg. 2. v.37.
e ) Iuuenal. Sat.IIll. v. j-o. sf Argol.ad Panuin. de Lud. Circenf lib. II.cap. 16.
f) Claudian. in Eutrop. lib. I. v. 46}.
g) Pitisc. h. t.
h) Schufst. Antiqu. Ecclef. Controv.XXIII. §. p.
FLAGELLATIO, die Geiffc-lung, war gar eine gemeine Strafe beyden Jüden, als welche in allem 207Ursachen zehleten, warum sie einer be-kommen kunte a). Siewarindess'ii dochauch von GOtt selbst verordnet b) undgieng es damit also her. An dem Orteder Geißelung, welches sowohl eine Ge-richts - Skat, als sonderlich auch eineSynagoge war c ), war eine steinerneSeule, andcrthalbe Elle hoch, an wel-che der Schuldige mit den beyden Han-den, als mit der einen an die eineSeite, mit der andern an die andere festangeschlossen wurde, daß er also gantzvor sich gebückt zu stehen kam; woraufder Minister Cretus ihm die Kleider aus-zog, oder vielmehr vom Leibe riß, weiles nichts zu sagen hatte, sie mochten i»oder ausser der Rath entzwei) gehen»sodenn auf einen Stein trat, und ihmmit der Eeissl, welche aus 3 Riemen,welche von Leder, einer Qver-Hand breit,und zwar 2 kmtzern von Esels - Leder,und einem etwas langer» von Rinds»oder alle 3 vcn Kalbs-Leder waren, in-dessen wieder an einen Grisseiner Över«Hand breit lang waren, mit crsoderterGeschicklichkeit^ also auf den entblößte»Rücken und Schultern schlug, daß errz Streiche auf die Brust und SchulterP p « bekam.