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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1187-1188
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W87 F I L

d) Id. §. 26. 27.

e) Deut. XXI, 17.

f) Iken. /. c. cap. /j. §.20.

g) Id. cap. 2. §. a.

Bev ven Griccken durften sie nichtdurchgchends weggesetzt werden, wohlaber die Töchter a); sondern, da Elternsie Armuths halber nicht ernehren kun-trn, musten sie dieselben der Obrigkeitbringen, die sie denn einem gab, berstehaben wolte, und hernach zu seinenKnechten brauchen mochte b). Hatteindessen ein Vater einen auferzogen, sostund er auch in dessen Gewalt, unddurfte zuförderst ohne dessen Einwilli-gung keine Frau nehmen c).

a) Vid. Infames.

b) Pfeiff. Antiqu. Gr. lib. ////. c. 26.

c) Id. lib. HU. c. 4.

den Römern mochte ein Vaterfhn aufcrziehen, oder wegsetzen lassen,worzu insonderheit die Columna Lacta-ria sich in der XI. Regum der Stadtbefand a). Indessen geschahe es nichtleichtlich, dieweil, ie mehr einer Kinderhatte, ie mehr Freyheiten genoß er b).Sodenn hatte ein Vater wohl auch dasIus vitae & necis über seinen Sohn,wenn dieser auch schon die höchsten Eh-ren - Aemter verwaltete c); jedoch aberdurfte er ihn doch auch, nach seinerblossen Willkühr, nicht ums Leben brin-gen/ wenigstens nach der Zeit d). Al-lein verkauffen mochte er ihn, wenn erauch schon selber wieder Weib und Kin-der hatte, er hatte denn eine Frau aufdes Vaters Geheiß genommen, und,wenn sich ein Sohn schon 2 mahl vonfeinem Kauftet selbst wieder frey machte,kunte ihn der Vater doch zum drittenmahle verkauffen; allein weiter auchnicht. wenn sich der Sohn auch vor die-ses mahl wieder in Freyheit bringenkunte e). Hierbey war alles, was derSohn hatte, des Vaters fjj da aberdieser den Sohn emancipirte, wurdederselbe sein eigener Herr und was er be-saß, war auch seine. s. Emancipatio.

a) Vid. Columna Ladaria.

b) Gell. lib. II. c. //. & ad eupf Gro-nov. /. c.

c) Dion. Halic, lib, II. c. 4 .

b I 8 ugg

d) Tiraquell. adAlcx. ab Alex. hb.Vlcap. so.

e ) Legg. XII. Tabb. Sigon. de Ant.Iur. C. R. lib. 1. cap. so. Alex. abAlex. ^/Tiraquell. l.c.

f) Dion. Halic. lib. VIII. Tiraquell,l. c.

F IM V S, f. Phimus , war ein In-strument unten enge und oben weit,worein man die Würfel that, sie darin-ne herum rüttelte, und sodenn darauswarf, um sie also nicht kneipen oderknüpfen, oder sonst einen Betrug damitbegehen zu können a). Es ist also sol-cher Fimus eben das, was sonst auchFritillus, Pyrgus, Orca u. s f. heißt b).

a) Schol. Horat. ad lib. II. Sat. 7.Schol. luuenal. ad Sat. S4. apudSenftleb. de Alea Vet. c. XI. §. 26,

b) Sentftleb. I. c. §. /7 - 26.

FIS C V S war eigentlich ein grossergeflochtener Korb, worein man sowohlandere Dinge, als sonderlich auch dasGeld in grossen Summen that a). Esheißt daher solches Wort auch so vielals eines Kaysers oder Fürstens Schatz-Kammer, wie Aerarium eine Schatz-Kammer des Volcks ri); obwohl mit derZeit beyde Wörter auch mit einandervermenget worden sind c). Wie dennauch Fifius Pontificum die Einkünftedieser Priester heissen d); aütin Fifiusludaicus war der Tribut, den gesamteJuden in dem Römischen Reiche gebenmusten, wenn sie die Übung ihrer Reli-gion behalten wölken, und zwar warsolcher ein Didrachmum , oder 6 Gro-schen von jedem Kopfe, der dem loukCapitolino abgetragen werden mustee),welches denn den Jüden desto weherthat, weil es eben der halbe Seckelwar, den sie sonst jährlich zur Unterhal-tung ihres Tempels und Gottesdienstszu Jerusalem, selbst nach Gottes Befeh-le, gaben k).

a) Alcon, ap. Pitisc. b. t.

b) Plin. Puneg. cap. zs. Suet. Aug,cap. so2.

c) Spartian. Hadrian. c.7. & adeuntCasaub. & Salmas /. c.

d) Inscript. vet. ap. Pitisc, /. c.

e) Dio lib. LXVI. Sueton. Damit. 12.

{) fcxod, XXX» /}. Match, XVII, 24.

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