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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1183-1184
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glückliche Bedeutung angesehen wurded). Massen denn die Römer ihn alswas Heiliges ansahen c). Einigehalten ihn sonst für einerley mit demFicu Nauia d), so aber von andern wi-derleget werden e).

a) Liv. lib.I. c.4.

b) Tac. Annal. üb. XIII. c. fg.

c) ?ün H.N.lib. XV c./S.

e) Salmaf, Exerc. Plin. apud Pitifc.b. t.

FIDES war eine besondere Göttinder Römer, welche machen solte, daßTreu und Glauben unter den Menschenerhalten werde. s. Lexicon Mytbol, inFides.

Fides, Saiten, Saiten-Spiel,wurde auf dreyerley Art gebraucht, alserstlich, daß solches gespielet, und so-denn gesungen wurde; zum andern, daßman zugleich spielete und sung a), unddrittens daß man erst beydes zusammethat, hernach aber auch wieder alleinsung b). Indessen hiessen Fidicines dasManns > Volck, und Fidicina , das-Weibsen, welches darauf spielete, der-gleichen ehemahls sonderlich bey denGastmahlen mit gebrauchet wurden c).

a) Tibull. lib.III. Eleg.4. v. 70.

b) Id. /. c. v. M. Bulenger. de Thcatr.üb. II. c. 39. ap. Pitifc. in Fidibuscanendi.

c) Ammian. lib. XXXI. c. s. Eulen-ger. de Conuiv. lib. III. c. 30. apudeumd. in Fidicines.

FIDICVLAE waren ein Theil desEquulei, und zwar Saiten oder Stricke,womit dessen Beine und Arme, der ge-martert werden solte, angebunden, under sodenn daran dergestalt aus einandergedehnet wurde, daß kein Gebein in sei-nen Gelencken blieb, welches denn einenunerträglichen Schmertz verursachele a).Einige wollen lieber die Vngulas dadurchverstehen, womit man den Dclinqven-ten die Seiten zerfleischt, wenn sie aufdem Equuleo ausgespannt waren b).Allein ein anderes waren die Fidicula-der Schnüren, ein anderes die Vngulaoder scharfen eisern Haacken c) obwohl' dann und wann eins für das andere ge-nannt wird, and Fidicula auch wohl soviel als der Equuleus heissen d).

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a) Sigon. de ludic. lib.III. c. ,7.

b) Ifidor. lib. V.c.27. Prudent. Perl«Jlepb. Hynm. X. v. 549.

c) Ferrar. ap. Pitifc. h. t.

d) Mag. de Equttl. c. 2. 12. ap. etsmd.

I. c.

Fidius , s. Dius Fidius.

FIGVL 1 NA, f Figlina, war beyden Alten zwcyerley. Denn sie druck-ten entweder das, was sie machten, inFormen ab; oder machten es auf derScheibe, wie die Töpfer bevdcö nochthun a). Allein dahin gchörere auchdas Ziegel-Brennen, und, da man derFigalina prima , fecunda , u. s. f. er-wehnt findet, will man, daß esOeneroder Gtadce bemercket, die Ziegel ge-brannt, und solche, als einen Tribut,nach Rom liefern müssen; weil aber sol-ches allzu beschwerlich gewesen, sollensie ihre Figulinas selbst zu Rom gehabthaben und die Ziegel sofort da machenlassen, welche denn ihren Zahlen nachunterschieden gewesen b). Sonst solldie Töpfer-Kunst in Italien bey denEtruriern zuerst Eucarus UNd Eugram -mus bekannt gemacht haben, welche mitdem Demarato von Corinlh dahin ge-kommen c). Hernach aber practicirteman sie scharf auch zu Rom an demMonte Vaticano, weil es in dasiger Ge-gend einen sehr guten Thon gab ä).DieWerckmeister hiessen Figuli, wWdenn sonderlich auch Wein - Befasse, alsdie Amyboras und Dolia ; allein auchZiegel und dergleichen mehr machten,und weil ihre Kunst eine der nöthigstenmit ist, stiftete schon dluma ein eigenesCollegium oder Zunft der Figulorum e),welche überhaupt bey ihrer Proseßiondas besonderes hatten, daß sie kein Ge-schirr mit Saltze bey dem Essen mitaiifden Tisch setzten, weil einsmahl einerauf dem Monte Efquilino einen Ofenvoll Geschirr im Feuer gehabt, alleindarbey ein bißgen zu viel getruncken,daß er übern Essen eingeschlafen. Hin-gegen ein vorüber gebender leichtfertigerVogel, das aufgesetzte Saltz mit dessenNapse in den Brenn-Ofen geworfen,woher ein solches Feuer entstanden, daßder Töpfer mit allen seinen andern beysich gehabten Leuten verbrannt f).

' ' ») Bergist.