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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1135-1136
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oder doch nichts sagen solte, das waSunglückliches bedeuten könne c).

a) Horac. lib. III. Od. j. v. 2.

b) Senec. de Vit. beat. c. 26.

c) Festus in Fauentia Ouid. Fast. I.

V. Ji.

FAVISSAE waren Keller oberGewölber unter der Erde auf dem Ca-pitolio zu Rom, worein man alle das-jenige that, was bey dem Gottesdiensteals was Heiliges oder Geweidetes ge-brauchet worden, allein zerbrochen, odersonst nichts mehr nütze war. Massendie Römer eine Sache, die einmahl aufsolche Art gebrauchet worden, zu wasprofanen zu nehmen, oder was ande-res daraus zu machen, oder auch zu ver-brennen sich ein Gewissen machten, son-dern es lieber aufhuben, und so liegenliessen.

Gell. lib. 11 . c. /0. Nardin. lib. V. c.if. Borrich. Ant. Vrb. Fac. c. X. §.g. Gyrald. Syntagm. Deor. XVII.f- 47 f-

F A V N A , die sonst auch Fatuahieß, war eine besondere Göttin dcr-mer, die aber doch einerley mit der Cy-bele gewesen seyn soll. s. hex. Mythol.in Fatua.

FAVNALIA waren ein Fest, wel-ches die Römer, dem Fauno zu Ehren,in den Wäldern oder auch auf den Wie-fen begiengcn a). Man opferte darbeyeinen jungen Dock und Wein b), undfeyerte sie des Jahrs zweymahl, alseinmahl den 13 Februarii c), und dasandere den 5 Decembris d).

a) Rostn. lib. Illl. c. y 6 . Kipping.Antiqu. Rum. lib. 1 . c. to. §. tj.Gyrald. Synt. Deor. XVII. p. 494.

b) llorat. lib.III. Od. yg. v. f.

c) Ouid.Fast.il. v. /93.

d) Horar. I. c. v. /0.

FAVNVS, einer der eingebohmen

Römischen Götter, der als ein Satyrusgebildet wurde, und zukünftige Dingeanzeigen solte. s hex. Mythol. in Faunus.

FAX, eine Zacket, war bey vielenBegebenheiten der Alten gebräuchlich.Einer Braut leuchtete man mit fünfcn zuBerte a); oder doch vielmehr zu ihremneuen Manne nach Hause b), und zwarmit 5, weil sich diese Zahl nicht theilen

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läßt c) ; und wurden selbige von derSpina alba , oder weiß - Dorne g«.macht 6); oder auch von Fichten e).Nicht weniger aber brauchte man der^gleichen auch bey Austragung der Lei-chen k), ob diese auch schon nachher beyTage weggetragen wurden g). Werbey Nacht ausgieng, bedienete sich auchder Fackeln b). Bey Flotten wurdendergleichen auf dem Admiral. Schiffeaufgesteckt, sowohl bey den Griechen, alsden Römern, damit sich die andernSchiffe nach demselben richten kunteni). Und im Kriege machte man sie et-was groß, und warf damit auf denFeind zu k). Und was der Gelegenhei-ten alle mehr waren, wo man sich ihrerbedienete.

a) Alex. ab Alex. lib. II. c. s.

b) Mercer. ad Alex. ab Alex. I. c.

c) ¥\match.Quast.Rom.n.2. Sigon,de Ant. hir. C. R. lib. I. c. 9.

d) Catull. Carm.LXI. v.14. Plin. H,N. lib. XVI. c. /g.

e) Virg. Cir. v. 439.

f) Isidor. lib. XI. c. 2. XX. c./o.

g) Serv. ad Virg. Aen. lib. VI. v. 224,Tac. Anna/, lib. III. c. 4. Dempster.ad Rostn. I. V. c. 37.

h) Ouid. Fast. IIII. v. 167. Met. lib.I. v. 493. Varr. de R. R. lib. I. c. 14.

i) Diod. Sic. lib. XX. C xC.de B. C.lib. II. Flor. lib. IIII. c. g. ». 5.

k) Virg. Aen. lib. I. v. 134. Lucan.lib. VII. v. ;yy.

FEBRIS wurde von den Römernals eine Göttin verehret, daher sie auchihren Altar und Tempel hatte.

Struv. Antiqu. Rom. cap. I. p. 169.Borrich. Ant. Vrb. Fac. c. X. §. g.Lex. Mytbol. in Febr.

FEBRVA waren alle das, was zurReinigung und Aussühnung der Dingevorgenommen wurde a). Insonderheitaber brauchte man darzu Kien, Schwe-fel und Berg-Hartz, dergleichen, ehe dieSchau-Spiele angestellet wurden, einKayser, oder vor solchen die Bürgermei-ster mit den Quindecimuiris sacris fa-ciundis in dem Capitolio und ander-weiks austheileten, iedoch nur an freyeLeute, weil die Knechte dazu nicht kom-men dursten b). Jmmittelst aber war