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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1123-1124
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Fabuls, s. Comoediae.

FABVLINA war eine Göttin ^Welche die Kinder solte recht reden ler-nen.

Kipping. Antiqu. Rom. lib. / c. r. §. //.

FABVLINVSnw ein Gott, derdie Kinder solte reden lernen, s. Lex.Mytbol. in Fabulinus.

FACES, Fackeln, s Fax.

FACTIO war eine der 4 Abthei-lungen und Compagnien, worein sichehedem zu Rom die Wett - Renner zuFuß und mit den Wagen mit ihren Klei-dungen unterschieden. Anfangs warennur ihrer zwey, die rveisse und rothe,(albatfcf rußea, f. rujptta), hernach aberkam noch d«e grüne und blaue, ( prasinaund veneta ) darzu a). Jede hatte indem Circo auch ihre besonoere Stallun-gen oder Scabula, die aber vermuthlichwohl gebauet seyn musten, weil auchder Kayser Caligula zum öftern mit dar-inne speisete b). Nach der Zeit that Do-mitianus noch 2 Faäioms darzu , diePurpur -farbene und Gold --gelbe c).Und, da sich das Volck auch nach diesenFaÄionen theilete, und eine Part der,die andere einer andern wohlwolle, undihr den Preis entweder zutheilete, odernur prophezeyete, kam es oft unter ih-nen selbst zu vielen und grossen Wettend); allein auch wohl gar zum Schlagenund Rauffeu. Und weil zu lustinianiZeiten über diesen Narren > Possen bis40000 Menschen zu Constantinopelumkamen e), wurden sie endlich gar ab-geschafft. Indessen solte, nach einigen,die grüne Farbe den Frühling, die ro-the den Sommer, die weiffe den Herbstund die blaue den Winter bedeuten k);nach andern aber war die rothe demMarci; die rveisse den Zephyro; diegrüne der Erde und die blaue dem Mee-re: oder auch die rothe dem Sommer;die weisse dem Winter ; die grüne demFrühlinge, und die blaue dem Herbstegewidmet g). Noch andere wollen, daßdie rothe das Feuer, die rveisse diejluft, die grüne die Erde und die blauedas Meer biemercket habe h).

a) Tertull. de Spectae, c. 9.

b) Suec. Qalig. c.

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c) Id. Domit. c. 7. Ouid. Amor. üb.

II. v. 6y.

d) Iuuenal. Sät. XI. v. rpf. Martial.

lib. XI. Epigr. j. v. if.

e) Zonaras ap. Rodn. üb. V. c.

f) Cassiod. Var. /ib. 111 . Epist.tr.

g) Tertull. /. c.

h) [sidor, lib. XVII. c. 41.

Fadia Gens, s Gens.

F A G VT A L war, nach einigen, einSacellum oder Capelle des lvuis, jttwelchem eine Buche stund, so besagtemAbgotke gewidmet war a); wogegen an-dere wollen, daß solche Capelle in oderbey einem Buch - Waldgen gestandenhabe b), als von dem auch der gantzeTheil des Montis Exquilini, der sonstauch besonders Mons Oppius geheißen,Mons Fagutalis genannt worden sey c).

a) Festus in Fagutal.

b) Varr. de L. L. lib. 1111 . c.32.

c) Id. /. c. cap. 4. Donat, de V. R. lib.

III. c. /0.

Fagutalis mons, s. Mons Fagutalis.

Falarica, s. Phalarica.

FALCES waren entweder Arbora-ria , womit man die Baume beschnitte,Baum-Messer, Baum-Rnciffe a);oder Lumaria, womit man die Dornenund dergleichen Gestrüppe von den Fel-dern raumete b); oder rustaria, womitman die Brombeer-Domen wegschafftec); oder sirpicula, dergleichen man inden Weinbergen mit brauchete d); oderstramentaria, mit denen man das Strohvollend auf dem Felde abhieb, nachdemman schon vorher die Aehren abgeschnit-ten hatte c); oder Vinitoria, womit dieWintzer die Wein-Stöcke beschnitten,Reb-Messer f); allein Falces mura-les waren Balcken vorn mit krummenspitzigen Haacken, mit denen man dieSteine aus den Mauern riß g); Wälleund Brust - Wehren ruinirte h), die aberdie Feinde mit Seilen wieder abzuwen-den suchten, indem sie dieselben damitfasseten, und zu sich zogen l); und Fal-ces nauales waren scharfe krumme Mes-ser oder Sicheln, die man an langeStangen machte, und damit der FeindeSchiff - Seile zu zerschneiden bemühetwar k).

aal Cato de R. R. c. /0.

b) Vart.

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