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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1083-1084
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Verleugnung ihres Glaubens. Wie esaber eigentlich gestaltet gewesen, setzt esungemein viel disputirens, ohne daß esnoch lemand gnugsam erklären können.So viel ist wohl gewiß, daß ein Menschdarauf so aus einander gedehnct worden,daß ihm die Knochen geknackt haben,wobey ihm die Hände auf den Rückengebunden gewesen, und er bald auf baldnicderwerts gezerret worden seye a),Die Machine hat darbky auf 4 Beinengestanden, daß sie in etwas einem Pfer-de geglichen, indessen aber ist sie auchnicht eben einerley gewesen b), und batanbey zur Peinigung nur für den gemein-sten Pöbel gedienet c).

a) Prudent. Perißepb. Hymn. V

V. JOj).

b) Graev, ap. Pitisc. b.t.

c) Prudent. l.c. Hymn.X- V./08.

E QVV S , das Pferd , soll zuerstvon dem Neptuno hervorgebracht wor-den seyn a) , und zwar soll das ersteArion, nach andern Scythius , nach dendritten Scbiron geheissen haben b), undwiederum nach einigen, in Thessalien c)nach andern aber, in Arcadim gesehenworden seyn d). Welches aber dahinzu verstehen, daß ein Neptunus oderüber die See gekommener Mensch denLeuten daselbst zuerst gewiesen, wie sie«in Pferd besteigen und reiten solten e).Wenigstens pflegten die, so bey demNeptuno schwuren, ein Pferd darbe»)bey der Mahne zu halten f). Vor denWagen soll sie zuerst Ericktbonius ge-spannt haben g), welches iedoch einigeauch nur von 4 Pferden vor einem Wa-gen verstehen h), wogegen andere dieErfindung, diePferde vor den Wagen zubrauchen, dem Lelleropbonti zuschrei-ben i), welches aber doch auch nur vonihm an feinem Orte zu verstehen, dadas Reiten und fahren sonst schon lan-ge vorher bekannt gewesen, ehe solchePersonen gebohren worden sind k).^ In-dessen hatte man vor alcers keilte Steig-Bügel, durchdieman auf ein Pferd stieg;sondern es setzten sich ennveder die Pfer-de auf die Knie nieder l); oder es liessensich die, so reiten wölken, durch ihre Stra-tores auf dieselben heben m); oder siehatten ein eisernes Gerüste, auf welches

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lre erst traten n); oder sie schwungei,sich hinauf 0), wie es auch die Bauernbey uns noch machen. An stak derS .ttel legte man schöne Zhier Häu»eals von Liegern, Luchsen u d.g. unter-oder auch Decken von allerhand Auqe'kostbar und schlecht, nachdem der 9?«,.'tcr war; doch waren der Römische»hohen Magistrats-Personen ordentlicherWeise von Purpur p). An den Co n .sualibus waren sie von aller Arbeit freyg); wogegen die Illyrier deren alle9Jahr 4 opferten, und sie im Meere er-sauften r). Unter den Röinischcn Fah.nen fande sich daS Biid der Pferde auchmit s), und wurde dergleichen auch di-nen mit zur Belohnung gegeben, die sichim Kämpfen und Fechten wohl gehaltent). s. auch die noch folgenden Artickel.

a) Virg Georg. lib.I. v. 22.

b) Serv. ad Virg. I. c.

c) Lucan. lib. Vi. v.jqö, ,

d) Paulan. Arcad. c. 23. Achak. c. 21.

e) Diod. Sie. libr. V. cap. 6g. Volk.Tbcol. Gentil. lib. /. c.

f) Homer. II. lib. XXIII. v. ;S4-

g) Virg. Georg. Ub.IlI. v. //;.

h) Varro ap. Serv. ad Virg. l.c.

i) Theon ad Arat. ap. Pitisc. b.t.

k) Gen. XXXXV, 2g. XXXXVUU, ,7.

l ) Sil. ltal. libr. X. v. 46;. Polluxlib. I. c. //,

m) Pitisc. l.c.

n) Eustath. ad Odyjs. lib.I. v.

o) Virg. Aen. lib. XII. v. 288.

p) Thys Rom. Illußr. lib.lll.apiiPitisc l.c.

q) Vid Consualia.

r) Festus in Hippius.

s) Plin. H. N. lib. X. c. 4.

t) Virg, Aen. libr. V v. 310. VIIIIv. 26g.

Equus ceneus Conßaniini hatehmahlöauf dem Foro Romano gestanden, mußaber auch gar bald wieder weggekommen

seyn.

Panciroli Deßcript. Vrbis Roina qpPitisc. b.t.

Equus eeneus Domitiani befand sich Mder VIII Region der Stadt a), aus demForo Romano und öb der Stelle , wovormahls der Eacus Curtius soll gcwe'sen seyn b), und, da viele nichts vone!«