Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1075-1076
Einzelbild herunterladen
 

ic>75 E Q V

Ouid. 1 . c. v. p/. Alex, ab Alex.lib. V. c. 26. iy ad eum Tiraquell./. c.

g) Bulenger, de Circo c.I. ap. Pitisc.b. t.

EQVITES , Renter, waren un-ter den Juden zu Pferde nicht sonderlichanzutreffen, wohl aber auf Eseln undMaul-Eseln ; doch aber auch nicht zumKriege, sondern zum Reisen, bis Salo-mon endlich sich deren 40020 zu denKriegen, und 12000 für Reuter zulegte

a). Wenn aber ersterer anderweiksnur 4000 gedacht werden b), haltenmanche dieses für eine unauflöslicheSchwierigkeit, andere aber meynen, daßan erstem Orte von den einzeln Pferden,am andern von den Stallen oder Oerterngeredet werde, wo die Pferde zu 10 und10 gestanden c) Also da GOtt gebo-ten, es solle ein König nicht viel Rossehalten d), meynen einige, daß Salo-mon dieses Gebot gröblich übertreten ;andere hingegen glauben, Salomonhabe ein besonderes rriuilegium dis-faüs von GOtt gehabt, oder doch seinVertrauen nicht darauf gesetzt, als wel-ches GOtt eigentlich verboten habe e).Wenn aber denn Bellerophon zuerst er-funden haben soll, wie man ein Pferdbesteigen und reiten könne 5 ), ist sol-ches sofein allerdings falsch; als sol-cher Bellerophon wenigstens;oo Jahrnach dem Jacob gelebet, der doch schondes Reuters und seines Pferdes ge-dcncket, und solche mithin auch schonvor ihm bekannt gewesen seyn müsseng). Daß aber die Jüden nicht mehrauf selbige gehalten, war vermuthlichihr Land Ursache, welches zur Pferde-zucht, wegen seiner vieler Gebirge ebennicht begvem war, und sie daher diesel-ben meist aus Egypten musten kommenlassen h) , obwohl doch sonst die Cana-niter auch vor ihnen sich schon der ei-sernen Wagen und mithin nothwendigauch der Pferde bedient gehabt haben').

a) 1 Reg / 17 /, 26.

b) aChron. VIIII, 2;.

c) Friedl.eb. ap. Dieteric. Antici».Bibt. adPf V, /9.

d) Deut. XVII, s 6 .

e) Dieteric. I. c.

E Q V ,o 7 6

f) Ap. Scheffer. dc Re vehic. lib. /.

g) Gen. XXXXVIIII, ,7.

h) Iken. Antiqu. Hehr. Dieter. /. c.

i) los. Xllll, 16. lud. I, ig. V, z.

Bey den Griechen sollen die ersten

Reuter die Thessalicr gewesen seyn, dieman aber daher auch mit ihren Pferdenfür ein Thier angesehen, und mithin dieCentauren aus ihnen gemacht hat a).Indessen aber soll die Reuterey im Krie-ge doch eher üblich gewesen seyn, alsdas Fuß - Volck b), welches aber ande-re auch wohl schwerlich glauben moch-ten, weil man zum wenigsten bey demTrojanischen Kriege noch nichts von ei-niger Reutcrey liefet, sondern, was javon Pferden gesagt wird, von denselbenvor den Streit - Wagen gemeldet wird.Allein nachdem die Dinge in mehr Ord-nung gekommen, hat man endlich auchmancherley Arten Reuter im Kriege ge-habt, als geharnischte, «>!

xccTxtp^xKTgf, "»geharnischte, welchewieder gewesen -«j, jLanytnit

rer, oder Sepxroipipat , iaculatorts. DiexxpoßtXistl sind wieder gewesen

£91, Mit Schilden, eapxropefat, lNtoN-

derheit mit Spießen, und ivr»<p°'s°> mitContis oder Groß - Stangen. Von denIaculatoribus waren ciniqe wiederKomrtt, und führeten Wurf Spieße,andere ;T9r»T»foT9<, und waren Bogen-Schützen zu Pferde c); zu welchen allenauch noch kamen die hpixyap, welchebald zu Pferde, bald zu Fusse fochten,wie es am nöthigsten war d) ; und dieHu*, welche 2 Pferde gehabt, undeines um das andere gebraucht habensollen, um solche immer desto frischer zuhaben e). Hierbey aber wurde gesumm-te Rcutercy getheilet in deren einsenthielt za Mann, und der Comman-deur über dergleichen hieß 5

zwey £,y« machten eine oder Turmam,so da bestund aus 64 Mann. und zu-samme eine wie ihr Officir iHje« hieß; zwo ixx^Ui aber machteneine , von 128 Mann! zmo

ixiXxtyJai eine Txpx'ntixpyjxt , so aus2)Mann bestund ; zwo Txpxm>xpjc^machte» ein ; wx-xpylxr von 5 12zwo i*xxir/«ci machten eine