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EMPOR 1 VM war em Ort, wodie Kauff. Leute und Kramer zusammekommen s), ein Marckt, Forum nun-dinarium b), dergleichen war zu Romin der III. Region, bey der Mera sudan-te, da man allemahl den neunten LagHonig, Obst, und andere Eß-Waare feilhatte c). Ein anderes war vor derPorca Trigemina, bey dem Nauali oderder Schiff-Lände, in der XIII, Region,so gepflastert und mit Palisaden oderPlaneten umgeben war d), Aurelianusaber mit In die Mauer schloß e). Em-porii curatores , iunoß» i-ri^iXnruf wa-ren zu Athen ein Magistrat, welcher Achthatte, daß nicht nur keine untüchtigeWaare auf den Marckt gebracht, son-dem auch recht Maaß und Gewichtebeobachtet wurde; anbey, daß keine Pri-vat.Person mehr Korn und Wein an sichkauffte, als fie für sich und die Ihrigenbrauchte, sondern, was übrig war, in dieMagazine gekaufft, und daraus den Ar-men wieder um einen billigen Preis ge-lassen werden kunte k).
a) Cic, An. lib. V. Ep.i. Plin. H N.libr. V. cap. p. Volt Etytrnl. b. v.
b) Plin .l.c. Kb.VIILc.fi.
c) Borrich. Fac.V.R.c.V. § /.
d) Liv. lib.XXXXI. c. 26.
e) Nardin. lib. VII. c.p.
f) Postellus & Sigonius ap. Schoet-gen. in ifUtogtn
ENCAENIA waren ein Fest, wel-ches man begieng. wenn ein neues Ge-bäude a), sonderlich doch einTempel u.d.g.fettig war und eingeweihet wurde d),welches man hernachmahls ingemeinjährlich wiederholete, und mit Essen,Trincken und andern Lustbarkeiten zu-brachte,dergleichen bey uns auch noch denLirmesten oder Lirchmeffen auf demLande sind. Von der Juden Encaeniiswird unter Feßum Encaeniorum ein meh«rers zu sehen seyn. Zu Rom aber soll mandergleichen den 27 Iu»ii auch gefeyerthaben, da der Tempel der Larium ein-geweihet, und sonderlich von den Jung-fern allerhand Kräntze gebunden wur-den c) , wiewohl andere doch wollen,daß man in der Gegend solches Tempelsnur Krantze u. d. g. Blumen-Sachen feilgehabt habe i). Unsere Kirchweihen
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aber habe ihre Ursprung von dem Feste derJüden e), dergleichen auch hernach PabstFelix A. C. 272 geboten haben soll f).Und da nicht nur Salomon g); sondernauch ludasMaccabzus bey ihren Kirch-weihen herrliche Gastmahle angestelletb), haben die Christen hernach sich dieKirchmrssen desto mehr gefallen lassen,ie lieber man gern ißt, trinckt und frö-lichist,
a) Suidas in ’Zyttu/mc.
b) Gyrald. Synt. Deor.XVII. p. /02.
c) Ouid. Faß. VI. v. 791. Kipping.Antiqu. Rom. libr. I. cap. 10 .§. 13.
d) Cnipping. ad Ouid. l.c.
e) Arnd. Lex. Antiqu. Eccles. ittFesta Veterum $.24.
5 ) Id. l.c.
g) i Reg. VIII, tfs.
h) loseph. Antiqu. lib. XII. c.e/.
ENCAVSTICA war eine beson-dere Kunst zu mahlen bey den Alten, dieietziger Zeit verlohrcn und unbekannt ge-worden ist. Sie geschahe mit Wachse,das rein gebrannt wurde a), und mcy-nen einige, daß man grosse Tafeln vonWachs und andern Dingen verfertiget,in solche sodann die Figuren mit demGrab-Stichel ausgestochen, und mit an-derm bunten Wachse das ausgestochcnewieder ausgefüllet, und zwar also, daßman den Bildern vollkommen Licht undSchatten gegeben habe, wiewohl manstat der wächsernen Tafeln auch -elfen-beinerne genommen, und damit ebenwie mit vorigen verfahren seyn soll b).Allein, wo ist hier was von einbrennen?da dock Lystppus unter seine Gemähldeausdrücklich gesetztc), die Kunstauch von iyKai» , inuro , den Nahmenhat.
a) Plin H. N. lib. XXXV. c.it.
b) Bergier. <£r alii ap. Pitisc. b. t.
c) Plin. l.c.
ENCAVSTVM war «ine Dintevon Purpur-Farbe, womit die Griechi-schen Kayser ihre Befehle unterschrieben,und bey grosser Strafe verbothen, daßsich sonst niemand mit dergleichen Dintezu schreiben uiiterstehen solle a). In-dessen weiß man auch nicht mehr, wiesolche Dinte gemacht worden sey b)
a) Leo