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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
917-918
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b) Srat. Tbcb. Ub. VI. v. r/z.

c) Lucan. lib. VIII. v. yj.x.

d) Val. Flacc. lib. III. v. 346.

Dccurfio militaris war eine Ublltlg

der Soldaten, da sie mit ihrem Gewehrund völlig gerüstet sich im Geschwindc-Gehen, oder vielmehr Lausten üben mu-sten , damit sie den Feind eiligst anfal-len, bcqvcme Gegenden vorweg einneh-men, dem fliehenden Feind aufden Ha-cken seyn kunten und was der Absichtenmehr waren a). Die Weite solcher O->m-fionum war bis 4 Ital. Meilen b),und soll Augustus dergleichen zuerst an-gegeben haben, so aber vermuthlich nurvon Rittern zu verstehen, als die der-gleichen auch vornahmen, und bald alsden Feind anfallen, bald aber sich auchwieder zurück ziehen musten c). Einesolche Übung war auch Campicurfio d),oder Dccurfio campefiris e), wobey sich

mit der Zeit die Kayser auch selbst findenliessen 5 ). ^

a) Veget, lib. I c. p.

bj Liv. lib. XXVI.

c) Veget, lib. I. c. 27.

d) id. lib. III. c. 4.

e) Suet. Galb. c. 6.

f) Id. Ner. c. 7.

DECVSSIS war eine RömischeMüntze von ioAslibus, die aber her-nach von dem Fabio auf 16 Asses undvon dem Augusto wieder auf 12 Assesgefttzet wurde, sonst aber einerley mitdem Denario war.

Heuen». P. V. dePander. & Mensur,in Decuffis p. 40.

DEDICATIO war die Einwei-hung eines öffentlichen sonderbaren Ge-bancs, als eines Tempels, Circi, Thea-tri u. b. g. da unter behörigen Cerirno-nicn solches zu dem zuerst gebrauchetwurde, wozu es war aufgeführet wor-den, also daß in dem Tempel geopfert,in dem Theatro eine Comödic aufge-führet wurde u. s. f. a). Der solchesverrichtete, mußte von dem Volckedar-z» erwchlct werden b); wogegen dessenNahme auch an solches Werck mir an-geschrieben wurde c). Die Worte, sodarbey gebraucht wurden, muste demDedicatori der Pontifex Max. vorsagen,und das zwar langsam und deutlich, da-

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mit ja keins falsch nachgesagt wurde,weil sonst die gantze Cerimonie für sol-ches mahl vergeblich war, und also wie-derholet werden muste d), wobey dieserdie Pfoste des Tempels hielt e); derglei-chen aber nichts mit einem Tempel, oderauch nur Altare, ohne Befehl des Rathsoder Geheiß, und des meisten Theilsder Tribunorum plebis geschehen durf-te, ohne daß dergleichen Dedicarionauch niemand, als ein Bürgermeister,oder Feldherr unternehmen solte, welchesaber das Volck auch anders ordnete F).

a) Suet. Tit. c. 7.

b) Cic. adAttic. lib.IIH. Epifl. 2. &pro Dom. c. 7?.

c) Dion. Halic. lib. V. c. Tac, Hifl.lib. III. c. y2.

d) Liv. lib. VIIII. c. 4s. Guther. de Vet.lur. Pontif. lib. lll.c.a.

e) Plin. H. N. lib. XI. c.37.

f) Liv. I. c.

DEDITIO war, wenn sich einVolck den Römern ergab, und diese fürseine Herren erkannte. Es geschahe sol-ches auf diese Art. Z. E. der König frag.te die Gesandten solches Volcks: Seydihr die Gesandte» und Abgeordnetedieses oder diese» volcks, daß ihreuch und diese« volck ergebet d wor-auf sie sagten: Ja wir sind es. Wor-auf jener weiter fragte: Ist auch dasVolck sein eigner Herr b Antwort: Jaes ist es. Weiter: Übergebet ihr euchund das volck, Stadt, Felder, Was-ser, Grcntzcn, Tempel, Gerächt gött-liche und menschliche Dinge ingesamtin meine und des Römischen volcksGewalt b Antwort: Ja wir überge-ben es. Worauf denn der König ant-wortete: Ick aber nehme es an a).Es musten aber sonst die, welche sichergaben, in alten schmutzigen Kleidern er-scheinen b), die Waffen von sich gebenc), den Schild wegwerfen, oder um-kehren, oder auch auf den Kopf neh-men d), und was der Erfoderungen mehrwaren, worauf denn solche Leute Geis-seln geben, alle Waffen ausliefern undBesatzung in ihre Städte nehmen musten,mithin schlecht gnug daran waren e)'»nd zwar wohl das Leben und Freyheitbehielten, doch keine Socii der Römer,

sondern