AVE
419 AVE
Nagel am reckten Daum abgckni'ppenwurde, da denn ein Priester, und sonstauch niemand, des Vogels Beine zwi-schen die beyden kleinsten Finger an derlincken Hand die Flügel zwischen 2 an-dere, und den Vogel also auf die äussereHand nahm, daß der Hals auf den Zei-ge-Finger, der Kopff aber zwischen die-sem unc- dem Daume kam, worauf erihm mit dem Nagel des besagten Daumsben den Brand-Opfern völlig beo denVersühn Opfern aber nur zum Theilabschnitt, welches eine der schwerstenVeriichmngen der Priester gewesen seynsoll, (und auch gewiß einen besondernNa-gcl an, Daum erfodcrt haben muß)worauf er denn dem Vogel das Blutausdruckte, und zwar nach Unterscheidbald über, bald unter den rothen Fa-den des Altars, den Kopff aber saltzteund inS Feuer warf, sodcnn auch denK'opf ausnahm, und die andern Glie-der, als die Gedärme, (vermuthlich aberauch die Federn) so nicht zum Essen dien-ten, davon that, das übrige saltzte, undsodenn auch verbrannte,bey eineniSühn-Opfer aber nur ihr Blut an den Altarsprengete, und das übrige den Priesternzur Speise ließ 6), So ernsthaft aberGOttes Gesetze von den Vogeln sind, soein grosses Affen-Spiel trieben hinge-gen die Griechen und Römer damit.Denn da die Vogel dem Himmel mitihrem Fluge naher kamen, als andereThiere, meyneten sie, daß sie auch bes-ser vernehmen könten, was etwan dieGötter vorhatten, und es also den Men-schen offenbaren e). Sie unterschiedensie daher in Oscines, die etwas mit ih-rem Geschrey offenbarten; oder inP>a-petes , die dergleichen mit ihrem Flugethaten ; oder in pullos, die es mit ihremFressen zu erkennen g..ben f). Nochmehr aber waren
3) Lev. XI, fj.fiqq- & Ocur. X 1 I 1 I,j2 fiqq.
b) Iken. Antiqu. Ilcbr. P. /. c. ,z. §. 6.
c) Id. ibid. §. p.
420
e) Ouid. Fast. V ap. Voff Tbeol.Gentil. lib. III. c. p 8 .
f) Cic. adFam. lib. VI Epiß. 6.
Aues adntiffiua, die in den Auguriis
anmahnetendaszuthun, was man vor.hatte.
Festes in Admifliuae aues ; tfy Li vlib. IlII c. tg.
Aues albie , die was glückliches lindgutes bedeuteten.
Bulenger de Augur. c. 3. ap. Pitisc.
in Avis a!ba. >
Aues altene, welche das erste M !Aulpicivm wieder schlimm machten. !Festus in Alter, stj ud eum Scalig,l. c. Bulenger. de Augur. c. 3.Aues ambitstanete, so was widtigijanzcigeten.
Bulenger. de Augur. c. 3. ap. Pitisc,in Ambultanea auis.
Altes antedextree, welche V 0 N SJiltldJgegen Abend stogcn.
Festus in anrica.
Aues anteßnistra, Welche V0N MiWgegen Morgen flogen.
herv. ad Virg. Ecl. VIIII. v. 13.
Aues arciua , J. arcula , die (Iflffl
abhielten etwas zu thun.
Festus in Aicula.
Aues candida, die Was gutes Utlbglückliches bedeuteten.
Buleng de Augur. c. 3. ap. Pitisc. i»Auis candida.
Aues carnium a, welche eine Nieder-lage oder sonst was unglückliches an-zeigeten.
Flor. lib. III. c. 7. Bulenger. dePro*dig. c. 0/.
Aues cliuia, welche anjeigelen, etwasNicht vorzunehmen. .
Festus in Cliuia tstf Plin. II. /V. ubX-
c. jp.
Aues inebra, welche Einhalt thaten-was nicht zu thun.
Festus in Inebrar aues ; Bulenger.
de Augur. c. 3. .
Aues inbiba, |o einerley mit bor.)e *
d) td. ibtd. §. 4 2. ss . Reland, Antiqu.Vet.llebr. P.ill. c. /. tz. 20.&cap.-■ $• 7• Lund. lud. Heiligtb. lib.III. c.39,
gehenden waren.
Ilidor , Origg. lib. Xll t. 7.
Aues remura, 1 . Reineres, die elldzurück hielten, etwas nickt anzusange .Festus in Remores aues. ,
Antt -