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Der iste Brief.
An eine Freundinn, die unter lauter «„bekehrtenund rohen Menschen wohnete.
Geliebte Mutter W.
ich in meinen Gedanken überlegte/ wasich wohl etwa an euch/ geliebte Freun-dinn in Christo, schreiben möchte ; so kammir ein inniges Mitleiden an, daß ihr, alsein armes Schäfchen, an dem Orte so garallein gelaßen wäret: und ihr werdet auchselbst, ohne Zweifel, manchmal eben dieseGedanken , und vielleicht mit inniger Beküm-merniß haben. Derhalben dachte ich euchhiemit zu erinnern: wie wir gleichwohl unfernguten und getreuen Hirten JEsum, gar nichtferne suchen, noch uns einbilden dürfen, alssähe er eben nicht sonderlich nach uns um.Ach nein! solche geringe Gedanken laßet unSja von unserm Hirten JEsu nicht in uns hegen,welcher nicht allein sein Leben für seine Schafegelaßen hat; sondern auch noch, bis auf dieseStunde, durch seinen allgegenwärtigen Geist,selbst gleichsam herum gehet, zu suchen, undvollends herbei zu bringen, was verloren ist.Und eben diese seine lockende Hirtenstimmea L habt