Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
384
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Geistliche Briefe.

gesagt: Im mir habe ihr Frieden. DieserJEsusfriede, welchen der Heiland nenntmeinen Frieden (Joh. 14») ist das beßte, ge-nügsame und einzige Gegengewicht gegen alleBedrängniß, Unruh und Kummer diesesLebens.

Ach! mein GOtt, wer will wider unsseyn, wenn nur du und dein tiefster GiOrres-friede nnr uns ist? Laß die ganze Welt inAngst, Krieg und Unruh seyn, wenn wir nurFriede mit GOtt haben, durch unser nHErrnJEsum Christum: fehlt es aber inwendig, sobleibt doch die Noch in allen Dingen. Ach!wenns doch die Leute wüßten! Wenn derMensch höret, daß es die Christen gut habensollen , da verstehrs die Natur, die gern guteTage har, von sich, und will nicht ans Lei-den. Inzwischen können und sollen wir nichtgute Tage nach der Natur verlangen; undder Geist kanns nicht anders gut haben, oderwir mäßen ausgehen aus der Natur, Weltund aller Eigenheit; denn da ist nicht Frie-de, sondern Angst. In IEs" allein istFriede. So laßt uns dann das Elementder Bedrängniß dalaßen; die Natur und Ei-genheit dem Kreuz und Sterben hingeben;durch den Zug der Liebe und -des Friedensaber uns hinein weisen und locken laßen in dieWüste der inneren Abgeschiedenheit des Gei-stes, um den edeln GOttessrieden in IEs»glücklich zu erfahren, und durch diesen hohenFrieden unsere Herzen und Sinne, vor al-ler

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