Z62 Geistliche Briefe.
ich sollte dich durch diese Gelegenheit mit derFeder grüßen. Ich wünsche dann solches zu K ^thun in dem Namen und in der Gemeinschaft Mdes Geistes IEsu. Derselbe segne dich aus Miseinem Heiligrhum! Er gebe dir Friede in Miihm, undlaße dich immer mehr erfahren dieSeligkeit seiner theuern Gemeinschaft im MGeist! M i
Ach, mein Bruder! welche Gnade! JE- M,sus will uns in sich einnehmen, und uns Fgwahrlich alles das geben und werden, was -wir in uns und allen Geschöpfen vergeblich «lisuchen würden. Ja! es ist vergeblich hinaus Msehen auf dieß und das. Was gibt uns dasGeschöpf, als nur Druck des Geistes? Und Mu,was finden wir in uns selbst, als nur Fin-sierniß, Schwachheit, Unruh und alles .Elend? Laß uns auf nichts Bessers warten! ^Es ist in- und von uns und allem Geschaf-fenen nichts Gutes noch Vergnügendes zu ^hoffen. Laß uns nur von Herzen in unserNichts, und in unser und aller Geschöpfe W,.Dürftigkeit einwilligen, und je eher je lieber Wuns und alles dran geben, damit uns dieewige Mutter der Liebe so nackt in ihrenSchooß einnehmen, pflegen und vergnügenkönne!
Merkest du es nicht, mit mir, lieber vBruder! wie so sanft und holdselig sie unszu sich rüft? Ja, merkest du es nicht, mitmir, daß sie durch alle aus- und inwendigeBedrängnisse und Leiden uns nichts anders
sagen