IV. Theil. Igrster Brief. Z5Y
>W
»Ei-
>Ä!!
get ist; weil unsere Liebe allein das Band ist,womit wir an GOtt, oder an etwas andersgebunden werden. Man muß darum, auchin einem Stande der Einkehr oder Innigkeit,nicht so sehr darüber beunruhiget werden,wenn wir eben nicht allezeit Meister über un-sere Sinne und zerstreute Gedanken im Hauptbleiben können; wiewohl wir uns doch hütenmäßen, durch Untreue Gelegenheit dazu zugeben. Wir bedürfen so viel nicht darauf zurestectiren, ja wir mäßen (in einem gutenSinne genommen) nicht einmal wollen, daßunser Haupt, oder Sinnlichkeit sich einkehrensollen, weil solches Einkehren auch nur sinn-lich, zu grob und zu unbeständig seyn würde.Unsere Liebe, unser Geist sind eigentlich das-jenige Theil, so sich einkehren muß: derhal-ben laßt uns den ganzen auswendigen Men-schen, mit seinen Wirkungen, dalaßen, undunfern Geist sich sanfte, verborgentlich undbloß übergeben den Zügen und WirkungenGOttes, und bleiben in der wahren Innig-keit, die er selbst ist.
i
> Di Die wahre Innigkeit ist das Werk GOt-, tes und nicht des Menschen; ihr kann mitRecht zugeeignet werden, was JEsusJoh. 6. sagt: Niemand kann zu mir kom-^ men, es sey denn, daß ihn ziehe der Va-ter, der mich gesandt har. Wir Werdensaus der Erfahrung wohl gelernet baben, wiewenig uns unsere eigene Bemühungen undZ 4 Ein-