Z54 Geistliche Briefe.
keusches und untrügliches Licht! Dieß Eine 5 >wundert mich, daß du kein Wort davon Mmeldest, welche Beweggründe du zu diesem EVorhaben bei dir findest, damit ich selbige D ^mit erwegen könnte; in gleichem, ob duwohl selbst die Sache sattsam und in erfo- Wderlicher Gemüthsfassung vor GOrr geprü- ßBfet: damit du, in solcher wichtigen Sache, W!doch nicht auf ein Gerathewohl zufahrest, son- «ch hildern göttlichen Wohlgefallens gewiß seyn kivarmögest! Denn einmal, wir sind nicht mehr Munser selbst; wir haben in keinem Stücküber uns selbst zu disponiren. Wir müßen kdr,unfern ganzen Sinn und alle Seelenkläfte Wvon der ewigen Weisheit zusammen fassen Nlaßen, und in ihre freie Macht und Dil- kmxoütion auf ewig überlaßen. Es stehet bei!«ihr, und nicht bei uns, wann, wie und Limwohin unser Herz sonst gelenket werde, ohne mden geringsten krHucktr ihres an uns haben- Widen souverainen Rechts. Du weißt solches »Galles ja sowohl als ich; allein meine aufrich- Ktige Liebe zu dir, mein Bruder! macht, daßich deinetwegen sorgfältig bin. Dabxi kommtmirs überhaupt so vor, als wenn in dieser ^Sache was Eilendes bei dir wäre; solches «Gwürde gar nicht gut seyn. Ich meyne, i-i,du müßtest einige Wochen, ;a Monathezur Prüfung nehmen, während welcher rHZeit du dein Gemüth möglichst äerocco-pirr (unbekümmert) und frei halten müß-test, sowohl von aller nicht absolut nöthi-
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