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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
340
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)4» Geistliche Briefe.

Aber diese äußersten Kräfte des Ungerech- Eten (oder Gesetzlosen, wie es nach dem Grie- 5 ,^chischen Text übersetzt werden müßte) werden M.jnohne Zweifel nicht allein in grob offenbarem I KBösen, sondern viel in einem Schein des ?Guten bestehen; so daß auch die Auserwähl- ^ten (wo es möglich wäre) sollten verführetwerden. Derhalben wird cs ein Geheimniß

genannt, 2 Thessal. 2. aber ein Geheimnißder Gesetzlosherr ; weil diescheinbareste Ver-führungen der letzten Tage im Grunde dar-auf abzielen werden, daß der schmale Wegbreit gemacht, und unterm Schein desEvan-gelii das evangelische Gesetz vernichtiget wer-de. Dieses muß uns bewegen zu vielemBethen, und daß wir die Geister prüfen;doch aber (unter diesem Vorwände) den Geistnicht dämpfen.

So merke ich dann diese Zeiten an alsZeiten der gnädigen Heimsuchung G-Ottes.IEsus ist zu aller Zeit willig und bereit,das Verlorene zu suchen und selig zu ma-chen; und unsere Zeit, zu kommen, ist auchallezeit: allein, noch über das gibt derHErr auch dem Menschen gnädige Tage,Zeiten der besonderen Heimsuchung, (Luc.19, 42. L44.) in welchen er ein Land, Ort,oder besondere Person auf eine sonderbareWeise, und mit mehrerem Nachdruck um-scheinet, rühret, beweget, aufmerksam ma-chet , und gleichsam mit einer milderen Handseine Gnaden austheilet; denn der Tempel

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