Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
302
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Der i24fte Brief.

Daß man nicht auf sich selbst, noch auf die Zu-fälle der Dinge, sondern allein darauf sehenmäße, daß GOtt vergnüget werde. iE

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c>ch nehme von Herzen Theil an euern Lei-den. Ich sehe, daß ihr auch nach Osternin der Paffion bleibet. Laßet euch dann nurmir Lbnsto kreuzigen, so werdet ihr auchbald rufen: Es ist vollbracht. Denn so wirmit ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode,so werden wir ihm auch in der Auferstehunggleich seyn. Rom. 6. Der Welt ihr Leidenist wie das Herbst-Ungewitter; aber der From-men ihres, wie das Frühlings-Ungewitter;es ist wohl auch scharf, und hält lange an,aber die Hoffnung des vor der Thür seyendenS o m m e rs macht es erträglich.

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Mich deucht, liebe Schwester, ihr bese-het euch selbst und die Umstände, oder Zufälleder Dinge zu viel; das bringt so viel Stö-rung und Norh. Ich weiß wohl, daß ihreuch selbst nicht davon losmachen könnet;doch müßt ihr das Gemüth dahin lenkenund lenken laßen; dann wird alles besser

gehen.

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