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Geistliche Briefe»
sucht GOtt, ohne zu wissen, wie und wo erzu finden; ja, GOtt macht sie suchen. Glück-liche Stunde aber, wann derHErr, ihr be-gegnend, sie heißt stille stehen, und spricht:Ich Hins, der mw dir red.r! 2. Die Liededer Empfindung, da die Seele erquickendeLiebeseinftüsse bekommt; die macht munter,brünstig und wirksam, beweget auch zu dentapfersten Entschlüßen und Aufopferungen, dieGOtt notirel, und die Seele bei ihrem Wortgefaßt hält: obgleich dieses großsci einendeFeuer oft viel vom Stroh der Eigenliebe hat.z Die Liede Oer lnmgett Zuneigung, dadie magnetische Kraft der wesentlichen LiebeG-Oltes den Grund der Seele berühret, Undan sich ziehet, daß sie sanft und doch kräftiglhmkin zum Mittelpunkt gezogen wird, umdurch ruhig zarte Zuneigungen dem Geliebtenganz und al!--m anzuhangen, seliger Be-ruf! 4« Dre Liebe der Hochschätzussg, wel-che zwar durch das Eine ober das Andere vondem eben gemeldren geschenker, aber auchvhnwahrnemlich eingeflöffet werden kann, undbisweilen »uc, bisweilen odne alles obgemeldtein der Seele sich befindet, so gar in allet Dür-re, Dunkelheit und Blöße. GOtt, diesesgroße, selige, allgenugsame, alles würdigeWesen zu verehren, zu bekennen, sich vor ibmmir stiller Ehrfurcht zu beugen und zu bücken;dieses Wesen anzubethenmitDrangebung allerAbsichten auf sich selbst: das ist der Seeleylöbann tief eingedrückt und wichtig, ob sie
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