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Der 94ste Brief.
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Auf was Weise GOtt das Böse in uns tilgen, Kund das Gute schaffen mäße.
Liebster Bruder!
Aür deinen brüderlichen Segenswunsch und ^O eure sämmtliche Angelegenheit, in Anse-hung meines verflossenen Geburtstags, dankeich mit demüthiger Beugung, der ich mich in ^aller Wahrheit nicht werth achte, unter GOt-kes Kindern genannt, oder regardirt zu werden.
Es sey, o HErr! für dich mein Leben,Zeit und Rräfre! — ^
Es ist sehr die Wahrheit, was du schreibst:Daß Gü)tr das Böse tilgen, und dasGute schaffen mäße ; nur, daß wir dasBöse mit ganzen Willen verlaugnen, d. i.uns davon abkehren; (verläugnen ist unser,tilgen und rödren GOttes Werk) unddaß wir uns durch Gebeth und Einkehr zuGHtt nahen, und das Gute erwarten, so-wir auch nicht machen noch uns geben kön-nen. Ja auch Gebeth und Einkehr will derHErr mehr wirken, als wir selbst: Wohldem, den du erwählest, und zu dir na-ben machst, u. f. w. heißt es eigentlich.Psalm 65, 5.
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