Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

!kWH

Daß man seinem Gewissen getreu seyn mäße. MWie das Lästern widrig gesinnter Prediger zu V-j,beantworten. Warnung vor Verschwendungder Gnavenkräfte in Nebensachen, rc. Was ^unsere Religion und unsere Sache sey. iE

lim

Der 9iste Brief.

Herzlich geliebter Bruder! ^

^>ein Schreiben, welches so eben erhalte, II^ ist mir angenehm. Was rch an euch chletztmalen geschrieben, ist in brüderlicher Ein- Wfall geschehen ! Ich habe also gerathen, wie »mirs im Gemürhe damals deutlich war, und Wso ist mirs noch. Ich haue euch aber nichtsvorgeschriebe». Weil ihr nun glaubtet, es NHsey euerm Gewissen zuwider, wenn ihr den WrBogen Papier, den ihr Glaudensbekennr- Hk!nls genannt, der Obrigkeit, auf ihren Be- Hmfehl, überliefern solltet, so habt ihr insoweit Mwohlaetban, daß ihr eurem Gewissen getreu Uchgewesen sepd; denn was nicht aus dem Glau- Wden geschiebet, das ist Sünde, wann es gleichin sich gar nicht Sünde wäre; das darüberErlittene, kann euch um so viel weniger be-fremden. Daß meine Erkanntniß darin an- DUders ist, das wisset ihr; doch muß dergleichenVerschiedenheit der Emstchren m Lieben-fachen, unsere Liebe nicht kränken! Ein jeder i'itz' sey !