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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
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Geistliche Briefe.

euch inwendig an und in euerm Herzen so um s,jausjprechlich nahe sey in dem holdseligen Na- Dmen JEsu, als euer Freund und ewig vergnü-'gendes Gut; daß er daselbst inwendig auf Beuch wartet, und erwartet, daß ihr euer zuiHerz, Lust, Liebe und ganzes Vertrauen aus Dallem andern sammlen laßet, und zu ibrn ^sanfte, aver mit Wahrheit, hineinwendet. UEuer eigenes Denken, Wollen und Wirken ^in seiner Gegenwart laßet stille werden und Dfeiern, in Erwartung, daß er in euch denken, Hwollen, wirken und leben möge! In dieser <inneren Gebethsübung und in diesem Stille- Hseyn vor dem innig nahen GOtt ist die edle ^Perle und die ganze Kraft der Gottseligkeitzu suchen und zu finden. Wir suchen GOtt jchauswendig in diesem und in jenem, und er ^ist inwendig. Wir wollen viel Gutscheinen- Mdes selbst wirken, und sollten nur Seinem HWirken Raum geben. Wir wollen immersinnen, denken und reden, und geben ihm o-jnicht Zeit und Statt, daß er zu und in uns H,reden könne. O! wie so wenig verlanget ^unser GOtt das Werk unserer Hände, un- ^seres Kopfs, oder unserer Lippen! Er will und ^muß lm Herzen leben, wo wir anders rechtheilig und selig leben wollen.

Suchen und finden wir dergestalt GOttin unserem Herzen gegenwärtig, nach Joh. ^14, 2?. und r Cor. 6, 16. dann werden wir,im tiefesten Vergnügen und süßer Ehrerbie-tung, auch den Tag über vor seinem Ange-sicht