IV. Theil. Zister Brief. !Y9
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ausgenommen worden; dann geschieht mir Un-recht.
Ich wollte dir (da weder Zeit noch Ver-mögen zu schreiben hatte) sowohl als demje-nigen, wodurch ichs sagen lies, in rechtem,wohlbedachtem Ernst zu bedenken geben dasElend und den Schaden aller bloß natürlichensinnlichen Anhänglichkeit, und die hohe Noth-wendigkeit, sich bei Zeiten von allem vergäng-lichen Trost los zu machen, um die innigeund ganze Liebeskraft allein dem höchsten undunsterblichen Gur zuwenden zu können; just,wie ichs vor vielen Jahren im 74sien Sprüch-lein des Blumengärtleins gesetzt hatte.
Ich hatte damals, und habe noch Mit--ch leiden mit deiner so großen Schwachheit;möchte dich aber doch so gerne nicht auf eineverfaulende, sondern felsenfeste Stütze weisen.Ich wollte nämlich sagen: Thut dir das Mis-. sen einer alten, ganz abgelebten, natürlichen' Mutter schon so viel, was würde es danngeben, wann du nun in der Ehe leben solltest?
§ Wie würdest du nicht durch Sorge, Begierde,' Sinnlichkeit, Herzensanhänglichkeit u. s. w.-M dich fesseln und Hinreisen laßen? Wir mögen,ja wir müssen einander lieben, uns einer inW dem andern erfreuen und ergötzen. Dieseßß Erquickung und Stärkung vergönnet uns der. ^ HErr auf dem Pilgerwege; sie ist ein Vor-spiel der paradiesischen Ergötzung: da wir aberB noch nicht paradiesisch sind, so halten wir nichtB N 4 Maß,