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Der 68ste Brief.
An ein beängstigtes Gemüth, das von GOtt undseinen Kindern verlaßen zu seyn meynte.
In ZEsu herzlich geliebte Schwester!
F>ein Brieflein vom roten dieses habe wohldiü» ^ erhalten. Ich hätte längst gern ein PaarZeilen an dich geschrieben; theils aber so wußte^ nicht genau, wie viel du im Stande wärest;Mi andern theils hatte auch selten Gelegenheit.Das meiste hinderte doch der außerordentlichhäufige Besuch auswärtiger Freunde, der-gleichen noch nie so viele gehabt, so daß mich,M"> ^ meiner großen Schwachheit, manchmal^ jn etlichen Wochen kaum besinnen können.Dennoch Hab' ich deiner keineswegs verges-sen, sondern dir im Geist manches Briefleinund Segenswunsch zugeschickt, welche der. i Geist der Liebe schon wird überbracht haben.
! Ich weiß aber nicht, wie du dummes und> albernes Kind in die thörichte Aengstlichkeit^ gerathen kannst, als wenn du von GOttund seinen Kindern verlaßen oder dran gege-' den wärest, und wohl gar möchtest verlorengehen. Woher kommt denn das innige Ver-langen, das du hast, ganz für GOtt seyn zuwollen? daß du ohne GOtt nicht seynkannst oder willst? Woher alle die Herzens-Ztk L 4 stufzer,