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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
158
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r;8 Geistliche Briefe.

lieben und achten, ohne Partheilichkeit; auchden Allergeringsten, die Christo angehören,Liebe und Dienst erweisen, nach unfern Um-ständen Und Vermögen, als Christo selbst:aber wir können nicht mit allen eben vielumgehen; das ist unmöglich. Wir mäßennicht allen unser ganzes Herz Und Zustanderöffnen; das wäre gefährlich. Unser Hei-land zog drei seiner Jünger besonders vor;und daß er den Johannen, unter diesendreien noch genauer lieb hatte, ist bekannt.Trmokheus war mehr nach Paul» Sinn,als andere. Phil. 2, 2r. und doch warweder Christus noch Paulus pa.rbeiisch.

Diejenige, welche uns die göttliche Vo >2sehung zum Unterricht, Nutzen und Hülfezugefüget, mögen, ja tnüßen wir in Liebesonderlich werth schätzen, offen gegen sie, undihnen gehorsam sepn in dem HErrn ; das istkeine Partheilichkeit. Andere aber sollen wirauch herzlich lieben, und wo wir mir diesemoder jenem was genauer harnwniren, solches,um des Anstoßes der Schwachen willen, soviel möglich geheim halten. Was derhalbendich insbesonder anlangt, liebe Schwester,so ist mein Rath dieser: weil du bisher, soviel ich weiß, dich gegen den lieben BruderN. eröffnet, auch in seinem Umgang nichtohne Stärkung und Segen geblieben bist,so halte dich dabei, so lang' er lebet, wenndu auch seiner Schwachheit halber nicht so oftzu ihm kommen kannst; stiebet er, dann lebet

GOtt

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