Geistliche Briefe.
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Erfahrungen unserer Elenden und Schwach-heit. Solches alles, mit friedsamer Geduldgetragen, bringet Erfahrung, Rom. s, 4.und bereitet uns zum seligen Verlaßen unsererselbst, um nur in Christo erfunden zu werden;dieses ist der Zweck. Das muthlose Besehenunserer selbst schwächet nur noch mehr. GOuist unser Heiland, dem wir uns in die Kurgegeben haben. Unter seiner Hand wollenwir aushalten, ihn mehr ansehen, als unsselbst, und seine Großheiten und Barmher-zigkeiten loben, auch mitten unter unfernElenden; denn er ist es immer werth, unduns ziemr und nutzt sein Lob gar sehr.
Gelobet sey unsers GOttes unendlicheLiebe und Barmherzigkeit, die er uns armenKindern erwiesen und zugedacht hat in JEsuChristo! Ewig wollen wir ihn anberhen, lie-ben und von seinen Barmherzigkeiten singen.Amen, Amen! Ich grüße mit brüderlichemHerzen.
Dein
Mülbeim,den 8. März, 1759.
verbundener Bruder.
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