Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
79
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IV. Theil. Zister Brief. 79

->l Wollt ihrs gut haben, und die Ruhem eurer Seele finden, dann müßt ihr nicht nurdie well, sondern auch euch »löst verläug-H nen, d. i. eure Begierde, Lüste, Triebe,l» Selbstliebe und eigenen Willen, in allemund zu aller Zeit; euch auch herzlich freuen,wann die Vorsehung euch Gelegenheit dazugibt. Ihr müßt alles Unangenehme, Widrige,P alles Ungemach, Kreuz und Leiden, es kom-me, wle es wolle und von wem es wor.e,von der göttlichen Hand, mit Respect undWilligkeit, annehmen, nicht als etwas Bösesund Hinderliches, sondern als was rechtHeilsames und Erwünschtes, und euch freuen,wenn ihr Gelegenheit bekommt, ein BißchenI zu leiden aus Liebe zu dem , der so Großesfür euch gelitten hat. Ihr werdet durch diej Liebe und Uebung der Selbstverläugnung undi des Leidens immer mehr Fähigkeit und Leich-V!!! tigkeir bekommen in der wahren (und nichtphantastischen) Gemeinschaft mit GOtt ineuerm Herzen, welcher, als das höchste Gut^ undRuhepunct der Seele, unsallein und ewigÜ beruhigen und vergnügen kann.

^ Seyd Königin» und Kaiserin»; habt alleD, Kreaturen und alle Güter und Plaisiren zuB euerm Dienst ; wolle ihr nicht die Selbst-B verläugnung, das Rreuz und das Aebethiglii lieben, dann ist euer Jammer und Unruhnicht zu beben.-

rtl!' Euer Weg scheint diesem gerade entgegenzu ftpn. Ihr habt den jämmerlichen Gründ-et satz,