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Geistliche Briefe.
getrost, und nimm alles gleichmüthig vonGOu an, es sei) Lieb oder Leid. Werdendir Liebeswirkungen, Aufopferungen, oderande' e Gnaden mitgelheilet, dann mußt dusolchen Raum laßen, und GOtt stille haltenin der Einfalt, ohne auf dich selbst zu sehen.Läßt dich GOtt in der Dürre, ja läßt erdich dein Elend, Feinde und Verderben sehenund fühlen; so mußt du auch darin GOttstille halten, in deinem Nichts möglichst zufrie-den seyn, und, mit möglichster Vergeffungdes Bösen, GOrr für Sich streiken laßen,glaubend, daß er auch in der Noch bei dirsey; darum bleibe auch du bei GOtt, so gutdu kannst, und unterlaß das Gebeth nicht.Ich vergesse deiner keineswegs vor GOtt.Sey getrost! es wird endlich herrlich aus-geführet werden. Ich kann nicht mehr schrei-ben wegen Schwachheit des Haupts. Seynochmals gegrüßet im Geist der Liebe JE-su, der dich ganz besitze!
Dein
Zm, -KMtii,»Dkl
Uy
KM
Mülbeim,den 6. Febr. 1757.
schwacher Mitbruder