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Der 2iste Brief.
Don den Wirkungen der göttlichen Stille undLedigkeit, und wie sehr solche von der fal»schen Ledigkeit oder Müßiggang unterschie-den.
In IEsu, unserm theuersten Heilande,herzlich geliebte Schwester!
Pure herzlich angenehme Bneflein habe wohl^ erhalten, und mit Vergnügen gelesen.Meine Leibesschwächlichkeit und überhäufteArbeit sind die einzige Ursache, daß ich nichteher zurück geschrieben habe. Inzwischen Hab'ich dem lieben GOtt von Herzen gedanket,daß seine ewige Liebe euer Inwendiges berüh-ret und zu sich gezogen hat, um ganz für ihnund für die Ewigkeit zu leben, und ihm zufolgen, durch den Weg der Einkehr und desinwendigen Gebeths. O! es ist so ein kind-licher, sicherer und seliger Weg, wodurchunser Geist allein von allen drückenden Ban-den befreiet, und zu dem eigentlichen Plätzchenseiner Ruhe gebracht wird.
Dieses Leben in der gegenwärtigen Weltist ein beschwerliches, nichtiges und fremdesLeben. Wir reisen hier nur durch. GOttist unser wahrer Vater, und die stille Ewig-D 4 keit