Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
51
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IV. Theil. lyter Brief. 51

geht mir auch, wie dir; ich kab' alle Händevoll Arbeit, und nicht viel Vermögen, mußauch die Augenblicke manchmal recht aus-kaufen.

Daß du noch das stille Gebet!) und dieEinsamkeit mit G-Ott liebest, und die Zeitsorgfältig dazu auskaufest, ist mir herzlichlieb. Uebe dich darin auf die Art und Weise,wie du von Zeit zu Zelt wirst können, essey durch einige Worte, oder durch Her-zensneigungen, durch ein Herzensoffenlegen,durch eine That der Anbethung oder Auf-opferung, oder Liebesumfaffung, oder Ein-kehr, oder stilles Warten, oder auf eineandere Weise, nachdem die Gnade dich be-weget; nur, daß alles bedachtsam, einfältig,und ohne zu starke Anstrengung geschehe.Der Grund aber von allem Gebeth und vonaller Frömmigkeit muß dieser seyn: daß unsGDrr mmgst genenwärcig stp, in demsüßen ITkamen , um uns Zu belf n

und zu Neben. Weil du auch nicht so vielZeit zum einsamen Gebeth haben kannst,als wohl zu wünschen wäre, so mußt du soviel treuer suchen, den so eben gemeldtenGrund der ( 6 eczenn?arr mirzuneh-

men zu deinen Gescbäfften, verrichtend alledeine Sachen vor GOtt und mit GOtt,so daß du da von deinem Herzen ein Beth-kämmerlein machest, und eben so mit GOttsuchest zu bandeln unter deinem Werk, wiedu sonst thun würdest, wenn du in der Ein-D 2 samkeit